Sie sind in: Startseite Aktuelles Forschung Katzenbisse werden oft unterschätzt

Aktuelles

Braungemusterte Perserkatze ausgestreckt auf heller Couch, in die Kamera fauchend

Achtung, diese Mieze ist gar nicht kuschelig.
© zybernatic - Fotolia

Sa. 08. Februar 2014

Biestige Bisswunden: Katzen gefährlicher als Hunde

Katzen können nicht nur ihre scharfen Krallen ausfahren, sondern auch beherzt zubeißen. Bohren sich die spitzen Zähne in eine menschliche Hand, ist Vorsicht geboten, warnen jetzt US-amerikanische Forscher. Katzenbisse seien oft gefährlicher als der Biss eines Hundes.

Anzeige

Katzenbisse sehen zwar auf den ersten Blick harmlos aus, sind es aber häufig nicht, wie die im Journal of Hand Surgery veröffentlichten Studienergebnisse nahelegen. Beobachtungen an fast 200 Patienten, die in einem Zeitraum von drei Jahren von einer Katze in die Hand gebissen worden waren und deswegen einen Arzt aufsuchten, zeigten: Einer von drei Patienten mit solchen Wunden musste ins Krankenhaus eingewiesen werden. Von diesen wiederum wurden zwei Drittel deswegen operiert. Besonders häufig wurden Frauen mittleren Alters von Katzen gebissen, wie die Forscher berichten.

Warum der Biss einer Katze gefährlicher sein könne als der eines Hundes, liege nicht an der Zahl der Keime, sondern an den Fangzähnen, erläutern die Forscher. Die scharfen Zähne von Katzen bohren sich oft sehr tief ins Gewebe, so dass Bakterien bis zu den Gelenken und Sehnen gelangen können. Dort finden sie gute Bedingungen vor, um sich zu vermehren, erläutert Dr. Brian Carlsen von der Mayo Clinic in Rochester, USA. "Die Zähne von Hunden sind stumpfer. Sie hinterlassen zwar größere Wunden, die aber dafür weniger tief sind", sagt der Experte für Hand- und plastische Chirurgie. Selbst Wunden, die nur wie ein Nadelstich aussehen, könnten gefährlich werden, warnt er. Ärzte und Personen, die von einer Katze in die Hand gebissen wurden, sollten diese Wunden daher ernstnehmen und genau beobachten. Wenn es zu einer Entzündung oder Schwellung komme, müsse schleunigst mit einer wirksamen Behandlung begonnen werden.

HH

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Forschung

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

So müssen wir uns im Jahr 2050 ernähren

Die Essgewohnheiten der Menschen müssen sich radikal ändern, sagen Forscher.

Bewegung schärft das Gedächtnis

Wer körperlich aktiv ist, erkrankt seltener an Demenz.

MRT auch mit Kupferspirale möglich

Eine MRT-Untersuchung hat bei Frauen, die mit Spirale verhüten, keine Nebenwirkungen.

Von Brustkrebs- zu harmlosen Fettzellen

Forscher haben Krebszellen ausgetrickst und in harmlose Fettzellen umgewandelt.

Neuer Ansatz stoppt Brustkrebs-Metastasen

Wissenschaftler haben Wirkstoffe gefunden, die eine Metastasenbildung bei Brustkrebs verhindern können.

Wenn das Gehirn Lust auf Dopamin hat

Was und wie viel wir essen, haben wir offenbar nur zum Teil unter Kontrolle.

Hormontherapie gegen Kniearthrose?

Östrogen könnte bei Frauen in den Wechseljahren Schäden am Knorpel hemmen.

Spermienqualität gefährdet Embryo

Die Qualität des Spermas könnte das Risiko für eine Fehlgeburt erhöhen.

Beim metabolischen Syndrom Vitamin C

US-Forscher sind davon überzeugt, dass sich dadurch die Stoffwechsellage bessert.

Mehr Haustiere gleich weniger Allergien

Kontakt zu Haustieren scheint das Allergierisiko bei Kindern zu senken - und zwar je mehr Tiere, desto besser.

Fitness: 12-Tage-Plan für das neue Jahr

Jeden Tag eine neue Übung: So kommen Sie nach den Feiertagen wieder in Form.

Radeln reduziert den Bauchumfang

Sport lässt Fettpolster am Bauch schmelzen, die das Risiko für viele Krankheiten erhöhen.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen