Sie sind in: Startseite Aktuelles Forschung Abnehmen hilft gegen Schlafapnoe

Aktuelles

Paar um die 50 beim Nordic-Walking in der Natur im Frühling

Leichtes Abnehmen gelingt durch Bewegung, wie z.B. mit Nordic Walking, und kann verhindern, dass sich eine Schlafapnoe verschlimmert.
© Christian Schwier - Fotolia

Mi. 12. Februar 2014

Leichtes Abnehmen hilft gegen nächtliche Atemaussetzer

Übergewicht ist eine der Hauptursachen für nächtliche Atemaussetzer, medizinisch als obstruktive Schlafapnoe bezeichnet. Finnische Forscher haben jetzt gezeigt, dass schon leichtes, aber dauerhaftes Abnehmen die Krankheit bremsen kann.

Anzeige

Nach derzeitigem Wissensstand sei Übergewicht ein entscheidender Faktor für das Fortschreiten der Krankheit hin zu schweren Formen, so die Wissenschaftler. In ihrer Studie konnten sie nun zeigen, dass mäßig übergewichtige Studienteilnehmer mit leichten Krankheitssymptomen, die ihr Gewicht dauerhaft um fünf Prozent reduzieren konnten, gute Chancen hatten, dass sich die obstruktive Schlafapnoe nicht verschlimmerte. Vielmehr gingen die nächtlichen Atemaussetzer in manchen Fällen sogar zurück, wie die Forscher im Fachblatt Sleep Medicine berichten. Damit konnten die Wissenschaftler in ihrer über vier Jahre angelegten Langzeitstudie nachweisen, dass leichtes Abnehmen eine nachhaltige Möglichkeit ist, der Krankheit zu begegnen.

Anzeichen einer obstruktiven Schlafapnoe kann zum Beispiel eine bleierne Müdigkeit am Tag trotz ausreichender Schlafenszeit während der Nacht sein. Die Atemaussetzer selbst bemerken Betroffene meist nicht, weshalb die Krankheit in vielen Fällen unerkannt bleibt. Da die Atempausen oft mit Schnarchen einhergehen, sind es eher die Partner, die darauf aufmerksam werden. Häufige Atemaussetzer sollten Betroffene nicht auf die leichte Schulter nehmen. Frühere Studien konnten zeigen, dass es einen engen Zusammenhang zwischen obstruktiver Schlafapnoe und Stoffwechselstörungen, speziell Diabetes, sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen gibt, so die Forscher.

HH

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Forschung

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Stress im Job erhöht Krebsrisiko

Auswirkungen zeigen sich jedoch erst nach einer bestimmten Zahl von Jahren.

Interessante Theorie zur Arteriosklerose

Deutscher Herzchirurg stellt die bisherige Lehrmeinung infrage.

Feinstaub kann Viren wecken

Nanopartikel aus Abgasen reaktivieren Krankheitserreger im Lungengewebe.

Asthma: neue Leitlinien geplant

Die Asthmatherapie wird genauer, individueller und flexibler als früher.

Biosensoren spüren Krankheiten auf

Tragbare Sensoren am Körper könnten zur Früherkennung vieler Krankheiten beitragen.

Yoga lindert Rückenschmerzen

Regelmäßige Übungen verbessern die Beweglichkeit und lindern Schmerzen.

Achillessehnenriss: OP nicht immer nötig

Auch eine konservative Behandlung mit abnehmbarem Schuh zeigt gute Ergebnisse.

Rotes Fleisch fördert Darmentzündungen

Mit kleinen Änderungen im Speiseplan lässt sich das Risiko jedoch senken.

Stottern: Hirn schlecht durchblutet

Forscher sind auf der Suche nach der Ursache für die Sprachstörung.

Säureblocker erhöhen die Infektionsgefahr

Magen-Darm-Keime haben es leichter, wenn Medikamente die Magensäure reduzieren.

Hörverlust durch Eisenmangel?

Ein Mangel kann zu Blutarmut führen und weitreichende Folgen haben.

JQ1 lässt Hodenkrebs schrumpfen

Ein neuer Arzneistoff wirkt im Tierversuch bei schwer behandelbaren Krebsformen.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen