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Älterer Mann mit Schnauzbart arbeitet in einer Bibliothek an einem Buch

Wenn das Gehirn langsamer arbeitet, könnte dies an vorangegangenen, gewöhnlichen Infektionen liegen.
© diego cervo - Fotolia

Fr. 14. Februar 2014

Schlechteres Gedächtnis durch Infektionen

Verbreitete Infektionen wie beispielsweise Lippenherpes könnten weitreichendere Folgen haben, als gemeinhin angenommen. US-amerikanische Forscher konnten zeigen, dass sie offenbar mit einer Verschlechterung der Gedächtnisleistung in Verbindung stehen.

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Wie genau beides zusammenhänge, sei noch unklar, berichteten die Forscher auf der International Stroke Conference 2014 in San Diego, USA. In ihrer Studie gelang ihnen jedoch der Nachweis, dass gewöhnliche Infektionen mit einer Abnahme des geistigen Leistungsvermögens einhergingen. Betroffen waren unter anderem das Gedächtnis, die Schnelligkeit, mit der das Gehirn arbeitet, abstraktes Denken oder die Fähigkeit zu planen.

Die Krankheitserreger, die mit diesen Verschlechterungen in Zusammenhang standen, waren Chlamydophila pneumoniae, Helicobacter pylori, Humane-Zytomegalie-Viren und Herpes-simplex-Viren. Trotz ihrer komplizierten wissenschaftlichen Namen handelt es sich dabei nicht um exotische Keime, sondern um Viren und Bakterien, die Allerweltskrankheiten wie Lippenherpes, Zytomegalie, Magengeschwüre oder Infekte der Atemwege verursachen. Oft verlaufen solche Infektionen zwar unbemerkt. Vollkommen harmlos scheinen sie jedoch nicht zu sein. Forscher glauben, dass diese Infektionen mit einem erhöhten Schlaganfall-Risiko, ebenso mit einer Zunahme von Arteriosklerose und Entzündungen zusammenhängen könnten. Warum Infektionen zu schlechteren Gehirnfunktionen führen, ließe sich anhand der jetzigen Untersuchung nicht sagen, so Dr. Clinton Wright, Leiter der Studie. Der Wissenschaftler vermutet aber, dass Reaktionen des Immunsystems oder die Infektion selbst zu einer Schädigung führen könnten.

HH

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