Sie sind in: Startseite Aktuelles Forschung Nicht die Muttermilch macht Kinder schlau

Aktuelles

Junge Mutter mit Baby, das in ein Bilderbuch beißt

Vorlesen macht Kinder schlau - egal ob sie gestillt wurden oder nicht.
© Brigham Young University

Mo. 03. März 2014

Schlaue Kinder: An der Muttermilch liegt‘s nicht

Kinder, die gestillt wurden, sind offenbar schlauer. Einer aktuellen US-Studie zufolge liegt dies aber nicht an der Muttermilch. Vielmehr spielt das Verhalten stillender Mütter eine entscheidende Rolle. Etwas, das sich nicht-stillende Mütter und Väter abschauen können.

Anzeige

Nicht die Muttermilch, sondern zwei Verhaltensweisen stillender Mütter tun der geistigen Entwicklung des Sprösslings gut: Sie reagieren sensibler auf Gefühlsäußerungen ihres Babys und sie beginnen schon früh, ihren Kindern vorzulesen. Dies berichten die Soziologen, die Daten von 7.500 Müttern und Kindern ausgewertet hatten, im Fachblatt The Journal of Pediatrics. Früh bedeutet in diesem Fall ab einem Alter von ungefähr neun Monaten.

Beides, das Einfühlungsvermögen und das Vorlesen, trug der Studie zufolge dazu bei, dass gestillte Kinder mit vier Jahren in ihrer geistigen Entwicklung einen Vorsprung von zwei bis drei Monaten gegenüber nicht-gestillten Kindern hatten. Der Vorsprung zeigte sich anhand von Tests, in denen der Umgang mit Zahlen und die Lesebereitschaft getestet worden war. Zwar scheinen zwei bis drei Monate auf den ersten Blick nicht überwältigend viel zu sein. Für einen Vierjährigen sei dies jedoch eine nicht unwesentliche Menge an Zeit, so die Forscher.

In ihrer Studie hatten die Forscher das Verhalten von Eltern und die Entwicklung ihrer Kinder bis zum Alter von fünf Jahren verfolgt. Unter anderem war festgehalten worden, wie häufig und ab wann die Eltern ihren Kindern vorlasen. Anhand von Videoaufnahmen analysierten die Wissenschaftler zudem, wie Mütter zum Beispiel reagierten, wenn ihr Kind versuchte, eine herausfordernde Aufgabe zu bewältigen.

HH

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Forschung

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Typ-1-Diabetes in Zukunft heilbar?

Forscher haben einen neuen Ansatz für eine Therapie entwickelt.

Bindehautentzündung oft falsch behandelt

In den meisten Fällen ist eine Behandlung mit Antibiotikum nicht sinnvoll.

Impfung gegen hohe Cholesterinwerte?

Forscher tüfteln an einer Behandlung, mit der sich die Werte langfristig senken lassen.

Yoga lindert Rückenschmerzen

Bestimmte Übungen helfen genauso effektiv wie Physiotherapie.

Schlaganfall: Reiten hilft bei der Genesung

Das gilt sogar noch Jahre nach dem Hirnschlag, wie eine neue Studie zeigt.

Vergiftungsgefahr durch Holzkohlegrills

Wer die Grills in Innenräumen verwendet, geht ein hohes Risiko ein.

Fluglärm stört Herz und Blutdruck

Die Gesundheit leidet besonders, wenn der Lärm nachts auftritt.

Autismus durch Fieber bei Schwangeren?

Besonders hoch ist das Risiko im zweiten Abschnitt der Schwangerschaft.

Hunde helfen bei Brustkrebs-Forschung

Tumorgewebe von Hündinnen ähnelt dem Gewebe von Brustkrebs beim Menschen.

Blutzucker über Wochen kontrollieren?

Das könnte bald mit einer einmaligen Injektion möglich sein.

Sind gute Freunde wichtiger als Familie?

Das könnte vor allem für ältere Menschen gelten, wie zwei Studien zeigen.

Ausschlafen schadet der Gesundheit

Experten sprechen von einem sozialen Jet-Lag durch veränderte Bettzeiten am Wochenende.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen