Sie sind in: Startseite Aktuelles Forschung Neuer Risikofaktor für Schlaganfälle

Aktuelles

Mann in den 60ern, grauhaarig, im blaukarierten Hemd, bekommt von jüngerer, dunkelhaariger Ärztin den Blutdruck gemessen

Es scheint, dass schon Blutdruckwerte, die nur leicht über dem normalen Maß liegen, Schlaganfälle wahrscheinlicher machen.
© Kadmy - Fotolia

Do. 13. März 2014

Schon leicht erhöhter Blutdruck steigert das Schlaganfallrisiko

Anders als viele glauben ist das Schlaganfallrisiko auch schon bei Blutdruckwerten erhöht, die über die normalen Werte von 120/80 mmHg hinausgehen, aber noch unterhalb der Grenze zum Bluthochdruck von 140/90 mmHg liegen. Dies hat eine Übersichtsarbeit von chinesischen Forschern ans Tageslicht gebracht.

Für die Arbeit hatten die Wissenschaftler von der Southern Medical University in Guangzhou, China, Ergebnisse von 19 Studien mit insgesamt mehr als 760.000 Studienteilnehmern analysiert. Dabei hatten zwischen 25 und 54 Prozent dieser Personen eine sogenannte Prähypertonie, also Blutdruckwerte, die leicht über den als optimal geltenden liegen.

Anzeige

Für sie war die Wahrscheinlichkeit, einen Schlaganfall zu erleiden, um 66 Prozent höher als bei Personen mit normalem Blutdruck, wie die chinesischen Forscher im Fachjournal Neurology berichten. Auch nachdem die Wissenschaftler weitere Risikofaktoren für Schlaganfall wie Rauchen, hohe Cholesterinwerte oder Diabetes berücksichtigt hatten, blieb eine erhöhte Gefahr für einen Schlaganfall bestehen. Besonders im höheren Bereich, wenn sich der Blutdruck ab 130/85 mmHg der Grenze zum Bluthochdruck näherte, lag das Schlaganfallrisiko mit 95 Prozent deutlich über dem von Menschen mit normalen Werten. Lagen die Werten nur knapp über dem normalen Bereich, war das Risiko immer noch um 44 Prozent erhöht.

Sollten sich ihre Ergebnisse in weiteren Studien bestätigen, könnte dies im Hinblick auf die große Zahl an Menschen, die zwar noch keinen Bluthochdruck haben, bei denen aber schon die Vorstufe feststellbar ist, wichtige Konsequenzen haben, so die Forscher. Ein früherer Behandlungsbeginn könnte dann viele Schlaganfälle verhindern.

HH

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Forschung

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Alkohol beschleunigt die Zellalterung

Dadurch steigt das Risiko für Krankheiten Krebs, Diabetes und Demenz.

MRT: Zuckerlösung statt Kontrastmittel?

Das neue Verfahren ist für den Körper weniger belastend.

Sommerhitze macht weniger hilfsbereit

Unangenehme Temperaturen beeinflussen offenbar unser Sozialverhalten.

Typ-1-Diabetes in Zukunft heilbar?

Forscher haben einen neuen Ansatz für eine Therapie entwickelt.

Bindehautentzündung oft falsch behandelt

In den meisten Fällen ist eine Behandlung mit Antibiotikum nicht sinnvoll.

Impfung gegen hohe Cholesterinwerte?

Forscher tüfteln an einer Behandlung, mit der sich die Werte langfristig senken lassen.

Yoga lindert Rückenschmerzen

Bestimmte Übungen helfen genauso effektiv wie Physiotherapie.

Schlaganfall: Reiten hilft bei der Genesung

Das gilt sogar noch Jahre nach dem Hirnschlag, wie eine neue Studie zeigt.

Vergiftungsgefahr durch Holzkohlegrills

Wer die Grills in Innenräumen verwendet, geht ein hohes Risiko ein.

Fluglärm stört Herz und Blutdruck

Die Gesundheit leidet besonders, wenn der Lärm nachts auftritt.

Autismus durch Fieber bei Schwangeren?

Besonders hoch ist das Risiko im zweiten Abschnitt der Schwangerschaft.

Hunde helfen bei Brustkrebs-Forschung

Tumorgewebe von Hündinnen ähnelt dem Gewebe von Brustkrebs beim Menschen.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen