Sie sind in: Startseite Aktuelles Forschung Zecken mittlerweile auch im Winter aktiv

Aktuelles

Zecke auf grünem, länglichem Blatt

Normalerweise werden Zecken erst ab Temperaturen von fünf bis sieben Grad Celsius aktiv.
© Ingo Sch. - Fotolia

Sa. 15. März 2014

Zecken mittlerweile auch im Winter aktiv

Milde Winter wie der diesjährige führen zu Veränderungen, zum Beispiel für die Tierwelt. So werden Zecken zunehmend auch im Winter aktiv, warnen Zeckenforscher im Vorfeld des 2. Süddeutschen Zeckenkongresses an der Universität Hohenheim.

Anzeige

Normalerweise verharren die achtbeinigen Blutsauger wenigstens von November bis Ende Februar in einer Winterruhe, so die Zeckenexperten. Erst ab Temperaturen von fünf bis sieben Grad Celsius werden sie aktiv. Dies scheint sich durch den Klimawandel und zunehmend mildere Winter nun zu verändern. Zecken seien nicht mehr nur im Sommer, sondern auch im Winter aktiv, warnen die Wissenschaftler. Dafür sprechen Beobachtungen an verschiedenen Zeckenstationen in ganz Deutschland, die in diesem Winter eine fast durchgehende Aktivität gemessen haben. Darüber hinaus hat das Robert Koch-Institut in Berlin für die Monate Januar und Februar schon fünf Fälle von Hirnhautentzündung (FSME) zu vermelden. Dies lasse befürchten, dass die Zahl der FSME-Erkrankungen im laufenden Jahr, die Rekordzahl von 420 Erkrankungen im Jahr 2013 noch übersteigen könnte, so die Zeckenforscher.

Insgesamt können Zecken über 50 verschiedene Krankheiten übertragen, so Professor Dr. Uta Meyding-Lamadé, Chefärztin der Neurologischen Klinik des Krankenhaus Nordwest in Frankfurt am Main. Am häufigsten seien dies FSME und die entzündliche Borreliose. Der beste Schutz vor einer Infektion ist nach wie vor, Zeckenstiche zu vermeiden. Das Tragen von heller, geschlossener Kleidung kann hier helfen. Außerdem ist es sinnvoll, sich nach einem Ausflug in die Natur gründlich abzusuchen. Wer eine Zecke an sich entdeckt, sollte sie möglichst schnell entfernen, zum Beispiel mit Hilfe einer Pinzette oder Zeckenschlinge. "Dies ist besonders für die Übertragung von Borreliose bedeutsam, da hier das Risiko höher ist, je länger die Zecke saugt", so die Ärztin. Vor FSME kann zudem eine vorbeugende Impfung schützen.

HH

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Forschung

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Kinder: Lauf-Test deckt Herz-Risiko auf

Wem früh die Puste ausgeht, der ist im späteren Leben möglicherweise gefährdet.

Schnupfen-Sekret gibt Hinweis auf Erreger

Ein einfacher Test könnte zeigen, ob es sich um einen viralen oder bakteriellen Infekt handelt.

Parodontitis deutet auf Diabetes hin

Je schwerer die Entzündung, desto höher ist das Risiko für die Zuckerkrankheit.

Was bringt eine Testosteron-Therapie?

Forscher warnen: Dem Nutzen stehen auch Risiken gegenüber.

Fettes Essen schadet dem Körper sofort

Schon eine fettreiche Mahlzeit verändert den Zuckerstoffwechsel.

Was schützt wirklich vor Mückenstichen?

Forscher haben diverse Produkte zur Insektenabwehr getestet.

Malaria-Impfstoff erfolgreich getestet

Ein Impfstoff mit lebendigen Erregern verspricht einen vollständigen Schutz.

Vitamin D schützt vor Erkältung und Grippe

Eine regelmäßige Einnahme halbiert das Risiko für einen akuten Atemwegsinfekt.

Immuntherapie: Zwei Jahre sind zu wenig

Eine länger andauernde Behandlung lindert Heuschnupfen-Symptome besser.

Mittelmeerkost schützt das Herz

Vor allem eine Extraportion Olivenöl wirkt sich positiv auf die Gesundheit aus.

Fischöl hilft bei allergischem Asthma

Für den positiven Effekt sind die Omega-3-Fettsäuren verantwortlich.

Sorgen Entzündungen für Depressionen?

Forscher haben einen neuen Ansatz zur Behandlung von Depressionen gefunden.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen