Sie sind in: Startseite Aktuelles Forschung Magenkrebs in Zukunft früher erkennbar?

Aktuelles

Reagenzröhrchen mit Blutproben

Die Ergebnisse einer aktuellen Studie lassen hoffen, dass es in Zukunft einen Bluttest zur frühzeitigen Magenkrebserkennung geben könnte.
© Franz Pfluegl - Fotolia

Mi. 19. März 2014

Hoffnung auf Bluttest für Magenkrebs-Diagnose

Magenkrebs ist tückisch, da er sich im Frühstadium der Erkrankung meist nicht durch Symptome bemerkbar macht. Bis er erkannt wird, ist es für eine Heilung oft schon zu spät. Dies könnte sich bald ändern. Eine aktuelle Studie gibt Anlass zur Hoffnung, dass sich Magenkrebs künftig anhand eines Bluttests frühzeitig nachweisen lässt.

Anzeige

Wissenschaftler von der Universität von Adelaide in Australien fanden in ihrer Studie heraus, dass im Blut von Patienten mit Magenkrebs vier Eiweiße, sogenannte Biomarker, nachweisbar waren, die im Blut von gesunden Menschen nicht auftraten. Mithilfe dieser Eiweiße ließen sich gesunde Personen von Patienten mit Magenkrebs unterscheiden. Dies funktionierte selbst bei Patienten, bei denen sich die Krankheit noch in einem frühen Stadium befand, wie die Forscher in der Fachzeitschrift Biochimica et Biophysica Acta berichten. Alle vier Biomarker – Afamin, Clusterin, Haptoglobin und Vitamin-D-bindendes Protein – seien schon für sich genommen einem bislang verwendeten Biomarker überlegen. Betrachte man die vier aber zusammen, steige die Chance, einen Magentumor früh zu erkennen, sogar noch einmal an, so die Wissenschaftler.

Bisher wird Magenkrebs oft erst im fortgeschrittenen Stadium erkannt. "Die Überlebensraten sind daher sehr gering", sagt Studienleiter Peter Hoffmann von der University of Adelaide in Australien. So ist Magenkrebs den Forschern zufolge weltweit zwar "nur" die vierthäufigste Krebsart, aber die zweithäufigste Todesursache bei Krebserkrankungen. Ob tatsächlich eine bösartige Veränderung im Magen existiert, sehen Ärzte oft erst durch eine endoskopische Untersuchung im Rahmen einer Magenspiegelung. Die neuen Erkenntnisse der australischen Forscher könnten nun jedoch die Bahn zu einem Bluttest ebnen.

HH

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Forschung

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Bewegung schärft das Gedächtnis

Wer körperlich aktiv ist, erkrankt seltener an Demenz.

MRT auch mit Kupferspirale möglich

Eine MRT-Untersuchung hat bei Frauen, die mit Spirale verhüten, keine Nebenwirkungen.

Von Brustkrebs- zu harmlosen Fettzellen

Forscher haben Krebszellen ausgetrickst und in harmlose Fettzellen umgewandelt.

Neuer Ansatz stoppt Brustkrebs-Metastasen

Wissenschaftler haben Wirkstoffe gefunden, die eine Metastasenbildung bei Brustkrebs verhindern können.

Wenn das Gehirn Lust auf Dopamin hat

Was und wie viel wir essen, haben wir offenbar nur zum Teil unter Kontrolle.

Hormontherapie gegen Kniearthrose?

Östrogen könnte bei Frauen in den Wechseljahren Schäden am Knorpel hemmen.

Spermienqualität gefährdet Embryo

Die Qualität des Spermas könnte das Risiko für eine Fehlgeburt erhöhen.

Beim metabolischen Syndrom Vitamin C

US-Forscher sind davon überzeugt, dass sich dadurch die Stoffwechsellage bessert.

Mehr Haustiere gleich weniger Allergien

Kontakt zu Haustieren scheint das Allergierisiko bei Kindern zu senken - und zwar je mehr Tiere, desto besser.

Fitness: 12-Tage-Plan für das neue Jahr

Jeden Tag eine neue Übung: So kommen Sie nach den Feiertagen wieder in Form.

Radeln reduziert den Bauchumfang

Sport lässt Fettpolster am Bauch schmelzen, die das Risiko für viele Krankheiten erhöhen.

Warum im Alter der Geruchssinn abnimmt

Das haben Forscher mit der sogenannten Konfetti-Technik herausgefunden.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen