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Frau sitzt vor Heizung und friert.

Selbst in geheizten Räumen fühlt sich nicht jeder behaglich.
© Gina Sanders - Fotolia

Do. 27. März 2014

Wo liegt die persönliche Wohlfühl-Temperatur?

Während der eine mit den Zähnen klappert, würde sein Nachbar am liebsten das Fenster aufreißen und kühle Luft hereinlassen. Das Temperaturempfinden kann sich stark unterscheiden. Finnische Wissenschaftler haben jetzt eine Methode entwickelt, mit der sich die Temperatur ermitteln lässt, bei der wir es am behaglichsten finden.

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Anhand des individuellen Körperbaus einer Person, lasse sich die persönliche Wohlfühl-Temperatur ermitteln, berichten die Forscher. So lassen Einflussgrößen wie Geschlecht, Alter, Body Mass Index (BMI) und Muskulatur auf die Menge verschiedener Körpergewebe, wie Knochen, Muskeln, Fett und Haut, schließen. Die Gewebe wiederum spielen eine entscheidende Rolle dafür, bei welcher Temperatur sich der Mensch am wohlsten fühlt.

Das zeigt sich besonders gut am Beispiel des Muskelgewebes. Männer, so ist bekannt, haben im Durchschnitt mehr Muskel- und weniger Fettgewebe als Frauen. Das ist ein Grund, warum Frauen unter Kälte mehr zu leiden haben als Männer, denn selbst in Ruhe produzieren Muskeln mehr Wärme als andere Gewebe. So liegen die Werte für Muskelgewebe in Ruhe beispielsweise bei 0,67 W/kg im Gegensatz zu 0,004 W/kg für Fettgewebe. Auch die Art der Tätigkeit wirkt sich darauf aus, wie viel Wärme die Muskeln produzieren. Eine leichte Bürotätigkeit etwa setzt 2 W/kg frei, Putzen etwa 5 W/kg. Das Alter spielt insofern eine Rolle, als mit zunehmendem Alter die Muskelmasse abnimmt. Es sei wichtig, die Menge an Muskelgewebe zu kennen, so die Forscher, da diese einen nennenswerten Einfluss auf die Stoffwechselrate und die Gewebetemperatur habe – und letztlich auch auf die persönliche Wohlfühl-Temperatur.

Mithilfe der neuen Methode ließen sich in Zukunft Gebäude konstruieren, die nicht nur energieeffizient seien, sondern mit ihrer Temperatur an die darin lebenden und arbeitenden Personengruppen angepasst sind, so die Forscher. Diese kann für Kindertagesstätten, Schulen, Büros oder Heime für ältere Menschen ganz unterschiedlich sein.

HH

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