Sie sind in: Startseite Aktuelles Forschung Grüner Tee steigert die Denkleistung

Aktuelles

Profil junger Asiate führt eine Glasteetasse mit grünem Tee zum Mund

Grüntee-Inhaltsstoffe wirken sich positiv auf das menschliche Gehirn aus.
© tankist276 - Fotolia

Di. 08. April 2014

Grüner Tee steigert die Denkleistung

Grüner Tee wirkt sich positiv auf das menschliche Gehirn, genauer gesagt auf die geistige Leistungsfähigkeit, aus. Forscher aus der Schweiz wollten wissen, warum das so ist, und haben nun in einer Studie herausgefunden, was genau Grüntee-Extrakt im Gehirn bewirkt.

Anzeige

Ihr Ergebnis: Grüntee-Extrakt steigert die effektive Konnektivität, also den Einfluss, den ein bestimmtes Hirnareal auf ein anderes ausübt. Dieser gesteigerte Einfluss führte gleichzeitig auch zu einer Steigerung der Denkleistung. Studienteilnehmer erzielten in einem Test mit Gedächtnisaufgaben nach Einnahme des Extrakts deutlich bessere Resultate, wie die Forscher von der Universität Basel online in der Fachzeitschrift Psychopharmacology berichten. Vor allem das Arbeitsgedächtnis verbesserte sich. Zusammengenommen könnten die Ergebnisse darauf hindeuten, dass Grüntee kurzzeitig die Übertragungsstärke der Synapsen des Gehirns positiv beeinflusst. In einer älteren Studie hatten chinesische Forscher bereits herausgefunden, dass Inhaltsstoffe von grünem Tee zur Bildung neuer Nervenzellen beitragen.

Für die Studie der Schweizer hatten männliche Testpersonen einen Softdrink mit mehreren Gramm Grüntee-Extrakt zu trinken bekommen. Mithilfe der Magnetresonanztomografie (MRT) untersuchten die Wissenschaftler anschließend den Effekt, den das Getränk auf die Hirnaktivität der Männer hatte, während diese die Gedächtnisaufgaben lösten.

In der Vergangenheit seien die Inhaltstoffe von grünem Tee vor allem in der Krebsforschung ausführlich untersucht worden, so die Forscher. Doch auch in vielen anderen Bereichen könnten Menschen von grünem Tee profitieren. So sehen die Forscher in ihren aktuellen Studienergebnissen ein großes Potenzial, die Behandlung von psychischen Störungen wie Demenz zu verbessern.

HH

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Forschung

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Effektiv abnehmen mit Intervalltraining

Abwechselnde Belastungs- und Erholungsphasen lassen Pfunde schneller schmelzen.

Virusinfektion könnte Zöliakie auslösen

Forscher finden einen Zusammenhang dieser Art der Gluten-Überempfindlichkeit mit verbreiteten Erregern.

Wechseljahre: Pflaster statt Tabletten?

Bei lokal angewendeten Hormonen treten bestimmte Nebenwirkungen seltener auf.

Neue Nervenzellen durch Arznei-Cocktail

Dadurch könnten sich künftig möglicherweise Hirnschäden reparieren lassen.

So schädlich sind Tabakerhitzer

Für die Lunge sind Tabakerhitzer genauso gefährlich wie herkömmliche Zigaretten.

Stent und OP schützen vor Schlaganfall

Forscher haben untersucht, welche Methode bessere Erfolge zeigt.

Kann ein Magenbypass Diabetes stoppen?

Bei vielen Patienten geht die Zuckerkrankheit nach der Operation zurück.

Selbstmitgefühl tut gut

Wer sich selbst mit positiven Gedanken begegnet, ist entspannter und glücklicher.

Psoriasis-Medikament schützt die Gefäße

Sogenannte Biologika senken auch das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Fettleibigkeit lässt Krebs-Fälle steigen

Das betrifft auch immer mehr junge Erwachsene, warnen Mediziner.

Ausdauertraining schärft den Verstand

Das gilt auch für junge Menschen, wie eine aktuelle Studie zeigt.

Wer Sport treibt, isst gesünder

Forscher haben einen interessanten Zusammenhang gefunden.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen