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7-jähriges Mädchen von schräg oben fotografiert, trinkt aus einer Tasse Kakao.

Süß ist für viele Kinder lecker. Langfristig zeigen sich jedoch Nachteile dieser Ernährung in Form von erhöhten Herz-Kreislauf-Risiken.
© Alena Ozerova - Fotolia

Fr. 11. April 2014

Zuckerzusätze schaden schon Kindern

Essen und trinken Kinder zu viele Lebensmittel, denen Zucker zugesetzt wurde, kann dies den Weg für Herz-Kreislauf-Erkrankungen ebnen. Dies legt eine US-amerikanische Studie nahe, nach der schon bei Kindern ein Zusammenhang zwischen Zuckerzusätzen und schlechteren Werten für Blutdruck und Blutfette erkennbar war.

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Kommt es bei Erwachsenen zu Bluthochdruck oder Fettstoffwechsel-Störungen richtet sich der ärztliche Blick klassischerweise zunächst auf die Mengen an Salz und Fett, die Betroffene täglich zu sich nehmen. Ein Zuviel davon kann beides begünstigen. Zu dem Duo gesellt sich seit Kürzerem auch Zucker. So steht die Menge von zugesetztem Zucker bei Erwachsenen und älteren Jugendlichen mit einem erhöhten Blutdruck und schlechteren Blutfettwerten in Zusammenhang. Unklar war bislang, wie früh im Leben ein Zuviel an zugesetztem Zucker seine schädliche Wirkung entfaltet. Die Wissenschaftler hatten daher den Zusammenhang zwischen den Essgewohnheiten von 320 Kindern im Alter zwischen sieben und zwölf Jahren und ihrem Blutdruck sowie den Werten für Blutfette, darunter Triglyceride, LDL- und HDL-Cholesterin, untersucht.

Das Ergebnis: Schon bei Kindern im Alter zwischen sieben und zwölf Jahren stand der Konsum von Lebensmitteln, denen Zucker zugesetzt wurde, zum Beispiel in Form von Limonaden, Säften oder Frühstückscerealien, mit einem erhöhten unteren Blutdruckwert, den sogenannten diastolischen Wert, und mehr Triglyceriden im Blut in Verbindung. Dies berichten Forscher der Universitäten von Alabama und Colorado in der Fachzeitschrift The American Journal of Clinical Nutrition. Keinen Zusammenhang fanden die Forscher bei Kindern hingegen zwischen Kochsalz und Blutdruckwerten beziehungsweise zwischen einer fettreichen Ernährung und den Blutfetten.

HH

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