Sie sind in: Startseite Aktuelles Forschung Giftpflanze lindert Rheumatoide Arthritis

Aktuelles

Arthritische Frauenhände auf einer Tischdecke

Menschen mit Rheumatoider Arthritis könnten in Zukunft eventuell von der Behandlung mit einer chinesischen Gift- und Heilpflanze profitieren.
© maticsandra - Fotolia

Di. 15. April 2014

Chinesische Giftpflanze lindert Rheumatoide Arthritis

Zu den Medikamenten gegen Rheumatoide Arthritis könnte sich eine neue Alternative gesellen: die chinesische Heil- und Giftpflanze Tripterygium wilfordii Hook F oder zu deutsch Wilfords Dreiflügelfrucht. Forscher aus China bescheinigen ihr eine ebenso gute Wirksamkeit wie dem Arzneistoff Methotrexat, der in der Therapie dieser Krankheit bislang am häufigsten zum Einsatz kommt.

Anzeige

Besonders vorteilhaft wirkte sich den Wissenschaftlern zufolge allerdings eine Kombination des herkömmlichen Wirkstoffs und der Pflanze aus, wie sie online im Fachblatt Annals of Rheumatic Disease berichten. Dort schreiben sie weiter, dass die Heil- und Giftpflanze in China auch schon zur Behandlung von Rheumatoider Arthritis zugelassen sei. In der Traditionellen Chinesischen Medizin wird sie unter anderem zur Behandlung von Gelenkschmerzen, Schwellungen und Entzündungen eingesetzt, so die Forscher. Sie enthalte über 300 Inhaltsstoffe, von denen einige vermutlich auf Gene wirken, die mit Entzündungen in Zusammenhang stehen.

Die Forscher hatten die Symptome von mehr als 200 Patienten mit Rheumatoider Arthritis über einen Zeitraum von 24 Wochen verfolgt. Eine Gruppe hatte einmal pro Woche 12,5 Milligramm Methotrexat erhalten, eine Gruppe dreimal täglich 20 Milligramm von Wilfords Dreiflügelfrucht und eine Gruppe eine Kombination von beidem. Unter Methotrexat waren bei rund 46 Prozent der Patienten die Symptome um die Hälfte schwächer, mit der Pflanzenbehandlung war bereits bei 55 Prozent der Patienten die Symptomstärke halbiert und in Kombination profitierten fast 77 Prozent der Patienten.

Allerdings sei der Studienzeitraum noch zu kurz, um auch einen Rückschluss auf das Fortschreiten der Krankheit zuzulassen, schränken die Wissenschaftler ein. Denn Methotrexat wirkt oft erst über einen längeren Zeitraum. Zudem habe die gewählte Menge niedriger gelegen als die, die Patienten im Westen normalerweise verschrieben werde. Nichtsdestotrotz seien ihre Ergebnisse vielversprechend, nicht zuletzt weil nicht alle Patienten auf die Behandlung mit den herkömmlichen Medikamenten ansprächen.

HH

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Forschung

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Mehr Schlaganfälle durch Cannabis?

Das gilt vor allem, wenn Cannabis in großen Mengen konsumiert wird.

Lebensmittel besser kennzeichnen?

Viele Menschen können mit den Kalorien- oder Nährwertangaben nicht viel anfangen.

Unser Körper altert in drei Phasen

Mit 34, 60 und 78 Jahren geschehen die größten Veränderungen.

Essen im Takt der biologischen Uhr

Die Mahlzeiten an die Tageszeit anzupassen, bringt vor allem für Diabetiker Vorteile.

Hohes Cholesterin ist riskant für Jüngere

Für Menschen unter 45 Jahren bedeutet ein hoher Cholesterinspiegel ein besonderes Risiko.

OP-Infektionen mit Honig verhindern?

Manuka-Honig aus Neuseeland ist in der Lage, das Wachstum von Bakterien zu hemmen.

Neuropathie frühzeitig am Auge erkennen

Die Krankheit macht sich oft erst bemerkbar, wenn sie schon fortgeschritten ist.

Politik kann Todesfälle durch Krebs senken

Strategien wie Werbeverbote für Zigaretten zeigen offenbar Wirkung.

Säureblocker nicht zu häufig einnehmen

Medikamente gegen Sodbrennen erhöhen das Risiko für Magen-Darm-Infekte deutlich.

Wie sich Bakterien im Haushalt verbreiten

Forscher haben multiresistente Keime in verschiedenen Haushalten verfolgt.

Glaukom: Schadet Feinstaub den Augen?

Luftverschmutzung erhöht offenbar das Risiko für ein Glaukom.

Viele Jugendliche bewegen sich zu wenig

Die wenigsten Teenager schaffen es, sich eine Stunde pro Tag zu bewegen.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen