Sie sind in: Startseite Aktuelles Forschung Starke Blutungen in den Wechseljahren

Aktuelles

Attraktive Frau um die 50 in grauem Businessjacket, weißes Shirt darunter, im Vordergrund, überschulterlange, gepflegte, blondgesträhnte Haare, offener Blick. Im Hintergrund Kollegen

Bei vielen Frauen in den Wechseljahren werden die Monatsblutungen eher stärker als vorher.
© auremar - Fotolia

Mi. 16. April 2014

Wechseljahre: Starke Blutungen keine Seltenheit

Frauen über 40, die sich langsam aber stetig den Wechseljahren nähern, erwarten häufig, dass ihr Zyklus unregelmäßiger wird. Doch nicht nur das ist der Fall. In der Übergangszeit treten bei vielen Frauen oft auch lang anhaltende und starke Blutungen auf, wie US-Forscher jetzt berichten.

Anzeige

"Für die meisten Frauen um die 30 ist die Monatsblutung ziemlich genau vorhersehbar", sagt Sioban Harlow von der Universität Michigan. Mit Beginn des menopausalen Übergangs in den 40ern ändere sich dies, oft sogar dramatisch. Aus der Langzeitstudie mit mehr als 1.300 Frauen zwischen 42 und 52 Jahren ging hervor, dass lang anhaltende Blutungen, die zehn oder mehr Tage andauern können, offenbar nichts Ungewöhnliches sind. Innerhalb der drei Beobachtungsjahre hatten 91 Prozent der Frauen ein bis dreimal damit zu tun. Mehr als ein Viertel hatte sogar drei solcher lang anhaltenden Blutungen innerhalb eines halben Jahres. Auch Schmierblutungen von sechs und mehr Tagen sowie starke Blutungen, die drei Tage oder länger andauerten, waren in der Übergangszeit keine Seltenheit, wie die Forscher im Fachblatt BJOG: An International Journal of Obstetrics and Gynaecology schreiben. Von Schmierblutungen berichteten fast 88 Prozent der Frauen, mehr als drei Viertel von einer extrem starken Blutung.

Viele Frauen seien deswegen beunruhigt und fragten sich, ob etwas mit ihnen nicht stimme, so die Professorin für Epidemiologie. Doch muss nicht immer gleich etwas Schlimmes dahinter stecken, wie Harlow und Kollegen feststellten. Ihre Studienergebnisse zeigen, dass sich Frauen, deren Zyklus sich drastisch verändert, in guter Gesellschaft befinden. "Frauen brauchen mehr Informationen darüber, wie sich ihre Monatsblutung verändern kann", sagt Harlow. Es sei wichtig zu erkennen, welche Veränderungen normal seien und welche eine ärztliche Untersuchung erforderlich machten.

HH

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Forschung

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Statine schützen vor Thrombose

Die Cholesterinsenker zeigen interessante "Nebenwirkungen".

Stress im Job erhöht Krebsrisiko

Auswirkungen zeigen sich jedoch erst nach einer bestimmten Zahl von Jahren.

Interessante Theorie zur Arteriosklerose

Deutscher Herzchirurg stellt die bisherige Lehrmeinung infrage.

Feinstaub kann Viren wecken

Nanopartikel aus Abgasen reaktivieren Krankheitserreger im Lungengewebe.

Asthma: neue Leitlinien geplant

Die Asthmatherapie wird genauer, individueller und flexibler als früher.

Biosensoren spüren Krankheiten auf

Tragbare Sensoren am Körper könnten zur Früherkennung vieler Krankheiten beitragen.

Yoga lindert Rückenschmerzen

Regelmäßige Übungen verbessern die Beweglichkeit und lindern Schmerzen.

Achillessehnenriss: OP nicht immer nötig

Auch eine konservative Behandlung mit abnehmbarem Schuh zeigt gute Ergebnisse.

Rotes Fleisch fördert Darmentzündungen

Mit kleinen Änderungen im Speiseplan lässt sich das Risiko jedoch senken.

Stottern: Hirn schlecht durchblutet

Forscher sind auf der Suche nach der Ursache für die Sprachstörung.

Säureblocker erhöhen die Infektionsgefahr

Magen-Darm-Keime haben es leichter, wenn Medikamente die Magensäure reduzieren.

Hörverlust durch Eisenmangel?

Ein Mangel kann zu Blutarmut führen und weitreichende Folgen haben.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen