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Familienfoto Vater, Mutter und Tochter in warmer Kleidung, Tochter ca. 13/14 Jahre alt, Hafen im Hintergrund

Mit dem neuen Wirkstoff könnte man Familienmitglieder eines Masern-Infizierten in Zukunft vorsorglich behandeln, auch wenn sich noch keine Anzeichen von Masern zeigen.
© isla®

Do. 17. April 2014

Neues Medikament hemmt Masernviren

Forscher haben ein neues Medikament entwickelt, das im Kampf gegen Masern helfen könnte. Es sei nicht dazu gedacht, die Impfung zu ersetzen, so die Wissenschaftler, könnte jedoch zusätzlich dazu beitragen, die keinesfalls harmlose Krankheit unter Kontrolle zu bringen.

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Der Wirkstoff, den US-amerikanische Forscher gemeinsam mit Wissenschaftlern des Paul-Ehrlich-Instituts in Langen entwickelt haben, hemmt die Vermehrung der Viren. Auf diese Weise könnte er Menschen, die mit Masernviren in Kontakt gekommen sind, davor bewahren, krank zu werden. Des Weiteren hoffen die Forscher, dass sich mit seiner Hilfe die Übertragung auf andere verhindern und so die Ausbreitung der Krankheit eindämmen ließe. Die Masern-Impfung ersetzen soll das neue Medikament nicht, betonen die Wissenschaftler. Doch sei es zum Beispiel denkbar, Freunde, Familienmitglieder und andere Personen im Umkreis eines Infizierten vorsorglich damit zu behandeln, auch wenn sich noch keine Anzeichen von Masern zeigten.

Die Wissenschaftler hatten das neu entwickelte Medikament an Frettchen getestet, die mit Staupeviren infizierte waren. Bei diesen Krankheitserregern handelt es sich um nahe Verwandte der Masernviren. Alle Tiere, die mit dem Medikament behandelt wurden, überlebten die normalerweise lebensgefährliche Krankheit, wie die Forscher in der wissenschaftlichen Fachzeitschrift Science Translational Medicine berichten. Die Virenzahl verringerte sich deutlich, die Tiere blieben anschließend gesund und entwickelten eine robuste Immunität gegen die Viren. Zwar bildeten sich wie so oft auch hier Resistenzen gegenüber dem antiviralen Mittel, doch seien die resistenten Viren weniger infektiös als ihre Vorgänger, so die Forscher. Dies alles lasse auch für die Behandlung von Menschen hoffen, müsse jedoch erst noch in weiteren Studien bestätigt werden, so die Forscher.

HH

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