Sie sind in: Startseite Aktuelles Forschung Potenzstörung ohne Arzneien beheben

Aktuelles

Mann um die 50 in Fahrradkleidung mit Helm lehnt an einem See am Baum, Mountainbike an die andere Seite des Baumes gelehnt. Abendstimmung

Männern mit Erektionsstörungen hilft es, Sport zu treiben und auch anderweitig gesund zu leben.
© dbunn - Fotolia

Mi. 23. April 2014

Wie man Erektionsstörungen ohne Medikamente beheben kann

Männer, die an Erektiler Dysfunktion (ED) leiden, brauchen nicht zwangsläufig Arzneimittel, um ihr Problem in den Griff zu bekommen. Australischen Forschern zufolge kann es auch schon helfen, den Lebensstil zu ändern.

Anzeige

Für ihre Fünf-Jahres-Studie hatten die Wissenschaftler von der Universität in Adelaide 810 Männer im Alter von 35 bis 80 Jahren zur Teilnahme bewegen können. Von diesen zeigten im Studienzeitraum gute 30 Prozent eine Form von Potenzstörung. Dem Studienleiter Professor Gary Wittert treibt diese hohe Quote an Betroffenen Sorgenfalten ins Gesicht: "Sexuelle Beziehungen sind ja nicht nur wichtig für das Wohlbefinden der Menschen. Das Unvermögen, Sex haben zu können, kann auch mit einer Reihe an beeinträchtigenden und sogar gefährlichen Gesundheitsproblemen in Verbindung stehen." So können Erektionsstörungen das Zeichen einer Herz-Kreislauf-Erkrankung sein.

Wittert kann in seinen Studienergebnissen aber auch etwas Positives finden: So konnten 29 Prozent der von ED betroffenen Studienteilnehmer typische Ursachen während des Studienzeitraums durch Lebensstiländerungen abschwächen oder sogar beheben. Dazu zählten Übergewicht, hoher Alkoholkonsum, Schlafstörungen und Schlafapnoe. Nehme ein Mann Medikamente gegen die ED, wirkten die nichtmedikamentösen Maßnahmen unterstützend.

Konkret bedeuten diese Lebensstiländerungen, abzunehmen, sich gesünder zu ernähren, Sport zu treiben, weniger Alkohol zu trinken, für einen besseren Schlaf zu sorgen, sowie Risikofaktoren für Diabetes, Bluthochdruck und hohe Blutfettwerte im Blick zu behalten. Damit bessere sich nicht nur die Situation im Bett, sondern auch die Herz-Kreislauf-Gesundheit, so Wittert. Zudem sinke dadurch das Diabetes-Risiko.

FH

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Forschung

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Berufstätige leiden unter digitalem Stress

Vor allem junge Menschen fühlen sich zunehmend überfordert.

Bluthochdruck: Keine Frage des Alters?

Der Lebensstil hat offenbar einen viel größeren Einfluss auf den Blutdruck.

Heißes Bad: Gleicher Effekt wie Sport?

Baden verbessert offenbar die Entzündungswerte und den Stoffwechsel.

Sind Blüten im Essen unbedenklich?

Einige Wildblüten enthalten Stoffe, die der Gesundheit schaden können.

Neue Therapie für Restless Legs?

Die Behandlung des Restless Legs Syndroms könnte künftig zielgenauer und besser werden.

Blutfette auch bei Kindern kontrollieren

Zu hohe Cholesterinwerte sind bei Kindern und Jugendlichen keine Seltenheit mehr.

Frühstücken schützt vor Diabetes

Wer häufig das Frühstück auslässt, erkrankt eher an Typ-2-Diabetes.

Krankes Herz durch schlechte Zähne

Dieser Zusammenhang hat sich bereits in vielen Studien gezeigt.

Sind Impfungen schuld an Allergien?

Forscher haben diese verbreitete Annahme näher untersucht.

Mehr Tote durch resistente Bakterien

Auch in Deutschland sterben immer mehr Menschen an Antibiotika-resistenten Keimen.

Toxoplasmose ändert Hirnstoffwechsel

Das könnte zu Erkrankungen wie Depressionen oder Schizophrenie führen.

Tennisarm: Beste Therapie ist Geduld

Forscher haben 11 Behandlungsmöglichkeiten miteinander verglichen.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen