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Junge Frau, dunkle lange zusammengebundene Haare ärmelloses braunes Shirt, schaut auf ihren linken Unterarm und zieht sich ein Pflaster ab

Wie gut eine Wunde heilt, hängt offenbar mit der Zusammensetzung der Bakterienflora auf der Haut zusammen.
© Peggy Blume - Fotolia

Mi. 30. April 2014

Haut: Bakterien beeinflussen, wie schnell Wunden heilen

Chronische Wunden, die einfach nicht heilen wollen, sind besonders bei älteren Menschen ein Problem. Ursachen können eine bestehende Zuckerkrankheit, schlechte Durchblutung oder Bettlägerigkeit sein. Eine britische Studie deutet jetzt darauf hin, dass offenbar auch Bakterien der Haut ihren Teil dazu beitragen, wie schnell chronische Wunden heilen.

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Matthew Hardman von der Universität Manchester hatte gemeinsam mit Kollegen die Bakterien-Gemeinschaft von Menschen mit chronischen Wunden untersucht, von denen einige heilten und einige nicht. Bei dem Vergleich zeigte sich, dass sich die Zusammensetzung der Bakterienflora auf der Haut sich deutlich unterschied je nachdem, wie gut die Wunden heilten. Dies deute darauf hin, dass es eine Art Bakterien-Profil geben könnte, anhand dessen sich erkennen ließe, ob mit einer schnellen Heilung zu rechnen sei oder nicht, so die Forscher.

In weiteren Untersuchungen an Mäusen fanden die Wissenschaftler heraus, dass die Zusammensetzung der Bakterien auf der Haut offenbar durch erbliche Faktoren mitbestimmt wird. Bei Nagern, denen ein spezielles Gen fehlte, fanden die Forscher eine andere Bakteriengemeinschaft mit mehr schädlichen Bakterien vor als bei Mäusen, die dieses Gen besaßen. Von diesem Gen, das auch mit der chronischen Darmerkrankung Morbus Crohn in Zusammenhang stehe, wisse man, dass es Zellen dabei helfe, Bakterien zu erkennen und darauf zu reagieren, erläutert Hardman.

"Unsere Studie lässt uns besser verstehen, welche Arten von Bakterien im Bereich von Wunden vorkommen, wie die Zellen auf diese Bakterien reagieren und wie das die Heilung beeinflusst", sagt Hardman. Dies lasse darauf hoffen, dass künftig Therapieformen entwickelt werden könnten, die vor schädlichen Bakterien schützen, ohne dabei Bakteriengemeinschaften zu eliminieren, die nützlich seien, so die Forscher.

HH

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