Sie sind in: Startseite Aktuelles Forschung Genforschung bringt Krebstherapie voran

Aktuelles

Laborantin pipettiert im Labor

Moderne Genforschung ermöglicht neue Behandlungsansätze bei Krebs.
© Vasiliy Koval - Fotolia

Sa. 03. Mai 2014

Genforschung bringt Krebstherapie voran

Jedem Krebspatienten die für ihn am besten passende Behandlung anbieten: So sehen viele Forscher die Zukunft der Krebstherapie. Und hier gibt es Erfolg versprechende Ansätze, vor allem dank der Genforschung.

Anzeige

Noch vor einem Jahrzehnt war die Entzifferung des gesamten Erbgutes eines Menschen ein riesiger Aufwand. Mittlerweile aber sei dies in nur wenigen Tagen möglich, und zwar zu deutlich gesunkenen Kosten, so Professor Dr. Ottmar D. Wiestler, Vorstandsvorsitzender und Wissenschaftlicher Leiter des Deutschen Krebsforschungszentrums in Heidelberg, auf dem diesjährigen Internisten-Kongress in Wiesbaden. Das verschafft auch der Krebsforschung ganz neue Möglichkeiten. So erfassen und analysieren im Internationalen Krebsgenom-Konsortium Wissenschaftler aktuell bei weltweit 25.000 Patienten mit den gängigsten 50 Tumorarten individuell das gesamte Erbgut.

Diese Forschungsarbeiten hätten sich bereits jetzt als Fundgrube zum Nachweis genetischer Veränderungen bei Krebspatienten erwiesen. So zeigte sich unter anderem, dass es bei ein und derselben Krebsdiagnose erhebliche individuelle Unterschiede bezüglich der genetischen Auslöser des Krebsleidens gibt. Diese sind dafür verantwortlich, dass die Krankheit oft von Patient zu Patient recht unterschiedlich verläuft, erläuterte Wiestler. Die Unterschiede bei den krebsauslösenden Erbfaktoren können künftig – und teils auch schon heute – zu je nach Patient unterschiedlichen Behandlungsansätzen führen.

Die intelligente Kombination solcher neuer mit herkömmlichen Therapieverfahren bewertet Wiestler als sehr aussichtsreich für künftige Krebstherapien: "Dieser Ansatz könnte es ermöglichen, bösartige und erst in einem späten Tumorstadium diagnostizierte Krebserkrankungen über längere Phasen zu kontrollieren und in ein chronisches, beherrschbares Stadium der Erkrankung zu überführen."

FS

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Forschung

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Schützt die Pille vor Rheuma?

Wer mit der Pille verhütet, hat ein geringeres Risiko für chronische Gelenkentzündungen.

“Serienmarathon” beeinflusst Schlaf

Exzessives Serienschauen sorgt mitunter für schlaflose Nächte.

Warum teurer Wein besser schmeckt

Verantwortlich dafür ist das Gehirn, das uns beim Probieren einen Streich spielt.

Wie Feinstaub der Gesundheit schadet

Verschmutzte Luft belastet den Stoffwechsel und begünstigt Herz-Kreislauf-Krankheiten.

Schädigt Cannabis die Gefäße?

Durch Marihuana erhöht sich das Risiko, an den Folgen von Bluthochdruck zu sterben.

Beeinflusst das Wetter Gelenkschmerzen?

Es besteht offenbar ein anderer Zusammenhang als bislang vermutet.

Alkohol schädigt das junge Gehirn

Junge Menschen, die viel Alkohol trinken, zeigen Entwicklungsrückstände.

Halten Haustiere Kinder gesund?

Eine neue Studie kommt zu einem überraschenden Ergebnis.

Wer sich einsam fühlt, stirbt früher

Soziale Isolation ist für die Gesundheit sogar gefährlicher als Übergewicht.

Yoga lindert Depressionen

Viele Studien belegen, dass Yoga der Psyche gut tut.

Bakterien profitieren vom Klimawandel

Die globale Erwärmung begünstigt die Ausbreitung vieler Infektionskrankheiten.

Zika-Virus: Infektion durch Küssen?

Forscher haben untersucht, ob das Virus über den Speichel übertragen werden kann.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen