Sie sind in: Startseite Aktuelles Forschung Haut-Test hilft bei Parkinson-Diagnose

Aktuelles

Betreuerin, gelber Pullover, blonde, zurückgebundene Haare, legt schützend einen Arm um einen Senior. Beide schauen sich lächelnd an

Die Diagnose der Parkinson-Krankheit könnte in Zukunft mit einem Haut-Test möglich sein.
© Robert Kneschke - Fotolia

Di. 06. Mai 2014

Haut-Test hilft bei Parkinson-Diagnose

Neurologen der Uniklinik in Würzburg haben möglicherweise einen Weg gefunden, die Parkinson-Krankheit bereits im Frühstadium sicher zu diagnostizieren. Bisher war das erst nach dem Tod der Patienten möglich.

Anzeige

Momentan geben nur bestimmte Symptome – eingeschränkte Bewegungen, steife Muskeln, Zittern im Ruhezustand – einen Hinweis auf die Parkinson-Krankheit. Diese treten zudem erst im fortgeschrittenen Stadium der Krankheit auf, wenn die meisten der Nervenfasern bereits dauerhaft geschädigt wurden. In ihrer Studie haben die Ärzte herausgefunden, dass sich die charakteristischen Eiweiß-Ablagerungen bei rund der Hälfte der Parkinson-Patienten nicht nur im Gehirn, sondern auch in Nervenfasern der Haut nachweisen lassen. Eine einfache Hautprobe könnte zukünftig ausreichen, um schon zu Lebzeiten der Patienten eine eindeutige Diagnose zu stellen.

Die Würzburger Studie umfasste 31 Parkinson-Patienten und 35 gesunde Vergleichspersonen, denen jeweils kleine Hautproben an Zeigefinger, Rücken sowie Unter- und Oberschenkel entnommen wurden. Zusätzliche Untersuchungen schlossen andere Ursachen für Nervenschädigungen aus. Bei 16 Parkinson-Patienten, nicht aber bei den gesunden Studienteilnehmern, konnten Eiweiß-Ablagerungen in Nervenfasern der Haut nachgewiesen werden. Das bedeutet: Haut und Gehirn verändern sich anscheinend in gleicher Weise. Darüber hinaus fanden die Forscher die Ablagerungen gleichermaßen bei Patienten im Früh- und im Spätstadium der Erkrankung. Die Neurologen hoffen nun, dass zukünftig die Haut der Patienten helfen kann, den Verlauf der Parkinson-Erkrankung genauer zu erforschen.

JW

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Forschung

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Warum Frauen öfter Migräne haben

Die Hormone könnten dabei eine wichtige Rolle spielen.

Wo sich Keime im Flugzeug wohl fühlen

Auf bestimmten Oberflächen tummeln sich besonders viele Erreger.

Warum Handys die Augen schädigen

Blaues Licht zerstört offenbar Zellen im Auge, die für das Sehen zuständig sind.

Eltern sind wichtiger als Freunde

Das gilt auch für junge Erwachsene, wie eine neue Studie zeigt.

Vielseitige Ernährung nicht immer gesund

Wer sich vielseitig ernährt, nimmt häufig auch mehr Kalorien zu sich.

Alkohol macht Lust auf Ungesundes

Bier, Wein & Co wirken sich auch auf unsere Ernährungsgewohnheiten aus.

Neues Medikament beugt Herzinfarkt vor

Der Wirkstoff greift Darmbakterien an, die an Herz-Kreislauf-Krankheiten beteiligt sind.

Bakterien trotzen Desinfektionsmittel

Krankenhauskeime werden zunehmend resistent gegenüber Desinfektionsmitteln.

Psychische Krankheit wegen Virus?

Ein Herpesvirus könnte für Depressionen und bipolare Störungen verantwortlich sein.

Pflegende Angehörige schlafen oft schlecht

9 von 10 Menschen, die ihre demenzkranken Angehörigen pflegen, leiden unter Schlafmangel.

Kopfverletzung: Bluttest statt CT?

Der Test liefert deutliche Hinweise auf schwere Komplikationen wie Hirnblutungen.

Länger ansteckend bei Übergewicht?

Das Körpergewicht könnte für die Verbreitung der Grippe eine Rolle spielen.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen