Sie sind in: Startseite Aktuelles Forschung Frühe Menopause beeinflusst Gehirn

Aktuelles

Zwei Frauen, die sich ansehen. Eine ist Mitte 40, die andere um die 80 Jahre alt.

Frauen, die früh in die Wechseljahre kommen, haben später geringere kognitive Fähigkeiten.
© photocrew - Fotolia

Fr. 09. Mai 2014

Frühe Wechseljahre beeinflussen geistige Fähigkeiten

Ein sehr früher Eintritt in die Wechseljahre hat offenbar langfristig Nachteile für das Gehirn. Diesen Zusammenhang konnten Wissenschaftler aus Frankreich jetzt in einer Studie nachweisen.

Anzeige

Im Vergleich zu Frauen, deren Regelblutung erst nach dem 50. Lebensjahr stoppte, nahmen die kognitiven Fähigkeiten bei Frauen mit vorzeitiger Menopause stärker ab. Ihre Wahrscheinlichkeit, bei Sprachtests und Tests zu visuellem Gedächtnis schlechter abzuschneiden, lag nach sieben Jahren um 40 Prozent höher, berichten die Wissenschaftler in der gynäkologischen Fachzeitschrift BJOG. Auch die psychomotorische Geschwindigkeit, soll heißen die Schnelligkeit, mit der Informationen vom Gehirn verarbeitet und in Bewegung umgesetzt werden, nahm eher ab. Diese Trends fanden die Forscher bei Frauen mit vorzeitiger Menopause, egal ob diese natürlich oder durch eine Operation bedingt war. Vom Zeitpunkt der letzten Menstruation unbeeinflusst blieb dagegen das Risiko, an Demenz zu erkranken.

Sie hatten anhand von über 4.800 Französinnen untersucht, ob sich eine vorzeitige Menopause auf die geistigen Fähigkeiten der Frauen auswirkt. In der westlichen Welt liegt der Zeitpunkt der letzten Regelblutung um die 50 Jahre. Von einer vorzeitigen Menopause sprechen Ärzte, wenn diese im Alter von 40 Jahren oder schon vorher eintritt. Dies kann natürliche Ursachen haben, wird aber auch dann ausgelöst, wenn durch einen chirurgischen Eingriff beide Eierstöcke entfernt werden. Insgesamt berichteten knapp acht Prozent der Studienteilnehmerinnen von einer vorzeitigen Menopause, bei weiteren 13 Prozent trat diese zwischen dem 41. und dem 45. Lebensjahr ein und damit immer noch sehr früh.

HH

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Forschung

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Pille beeinflusst Lust auf Sex

Gewisse Hormonzusammensetzungen wirken sich auf das sexuelle Verlangen aus.

Optimistische Frauen leben länger

Eine positive Einstellung macht das Leben nicht nur leichter, sondern auch länger.

Alter beeinflusst Nährstoffe im Blut

Nicht nur die Ernährung beeinflusst, wie gut wir mit Vitaminen und Nährstoffen versorgt sind.

Blutdruck-Messung beim Arzt oft verzerrt

Offenbar werden zu hohe Werte in der Arztpraxis nicht immer erkannt.

Diese 3 Sportarten verlängern das Leben

Einige Sportarten wirken sich positiver auf die Gesundheit aus als andere.

ASS: Risiken werden überschätzt

Der schützende Effekt des Wirkstoffs auf Krebs und Herzkrankheiten überwiegt.

Zu viel giftiges Blei in Modeschmuck

Verbraucherschützer haben Modeschmuck, Lebensmittel und Waschmittel unter die Lupe genommen.

Cannabis verringert die Hirndurchblutung

Forscher warnen, dass dies die Gefahr für Alzheimer erhöhen könnte.

Lebenserwartung bei Krebs ist gestiegen

Trotzdem ist Krebs nach wie vor die zweithäufigste Todesursache.

Frauen fürchten, dass die Pille dick macht

Viele verwenden stattdessen weniger sichere Methoden zur Verhütung.

Erst Depression, dann kranker Magen

Seelische und körperliche Erkrankungen treten häufig gemeinsam auf.

Warum Aspartam das Abnehmen erschwert

Der Süßstoff ist kalorienfrei, beeinflusst im Tierversuch aber den Stoffwechsel.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen