Sie sind in: Startseite Aktuelles Forschung Liebe stärkt die Persönlichkeit

Aktuelles

Junges Liebespaar. Er steht hinter ihr und küsst sie zärtlich auf den Hals.

Liebe und Romantik haben einedurchaus nachhaltige Wirkung auf die Psyche.
© Benny Weber - Fotolia

Sa. 10. Mai 2014

Liebe stärkt die Persönlichkeit

Eine romantische Beziehung im jungen Erwachsenenalter wirkt sich positiv auf die Persönlichkeitsentwicklung aus. Das berichten Forscher der Universitäten Jena und Kassel in der Online-Ausgabe des Fachmagazins Journal of Personality.

Anzeige

Selbst wenn bei frisch Verliebten nach wenigen Wochen der erste Gefühlsrausch nachlässt, haben Liebe und Romantik durchaus eine nachhaltige Wirkung. Das zeigten die Psychologen in ihrer Studie, in der sie sich auf neurotische Menschen konzentrierten. "Neurotische Menschen sind eher ängstlich, unsicher und schnell reizbar, sie neigen zu Depressionen, haben häufig ein geringes Selbstwertgefühl und sind oft unzufrieden mit dem Leben", erklärt Studienautorin Dr. Christine Finn. Während einer Liebesbeziehung wurden sie jedoch emotional stabiler und ihre Persönlichkeit festigte sich, fasst die Psychologin aus Jena die Studienergebnisse zusammen.

"Die positiven Erfahrungen und Emotionen mit dem Partner verändern die Persönlichkeit nicht direkt, sondern indirekt – durch die Veränderung der Denkstrukturen und der Wahrnehmung von vermeintlich negativen Situationen", betont Finn. Vereinfacht gesagt: Die Liebe hilft, zuversichtlicher durch das Leben zu gehen und nicht mehr so schnell den Teufel an die Wand zu malen. Diesen Effekt konnten die Wissenschaftler sowohl bei Männern als auch bei Frauen beobachten. Professor Dr. Franz J. Neyer, Koautor der aktuellen Veröffentlichung, ergänzt: "Junge Erwachsene, die eine Beziehung eingehen, können nur gewinnen!" Für Menschen, die unter Depressionen oder Angststörungen leiden, enthalten die Ergebnisse ebenfalls eine positive Botschaft: "Eine ganze Persönlichkeit lässt sich zwar nur schwer umformen, doch unsere Untersuchung bestätigt: Negatives Denken lässt sich abtrainieren!", sagt Finn.

RF

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Forschung

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Bluthochdruck: Keine Frage des Alters?

Der Lebensstil hat offenbar einen viel größeren Einfluss auf den Blutdruck.

Heißes Bad: Gleicher Effekt wie Sport?

Baden verbessert offenbar die Entzündungswerte und den Stoffwechsel.

Sind Blüten im Essen unbedenklich?

Einige Wildblüten enthalten Stoffe, die der Gesundheit schaden können.

Neue Therapie für Restless Legs?

Die Behandlung des Restless Legs Syndroms könnte künftig zielgenauer und besser werden.

Blutfette auch bei Kindern kontrollieren

Zu hohe Cholesterinwerte sind bei Kindern und Jugendlichen keine Seltenheit mehr.

Frühstücken schützt vor Diabetes

Wer häufig das Frühstück auslässt, erkrankt eher an Typ-2-Diabetes.

Krankes Herz durch schlechte Zähne

Dieser Zusammenhang hat sich bereits in vielen Studien gezeigt.

Sind Impfungen schuld an Allergien?

Forscher haben diese verbreitete Annahme näher untersucht.

Mehr Tote durch resistente Bakterien

Auch in Deutschland sterben immer mehr Menschen an Antibiotika-resistenten Keimen.

Toxoplasmose ändert Hirnstoffwechsel

Das könnte zu Erkrankungen wie Depressionen oder Schizophrenie führen.

Tennisarm: Beste Therapie ist Geduld

Forscher haben 11 Behandlungsmöglichkeiten miteinander verglichen.

Inkontinenz: Für viele Frauen ein Tabu

Fast jede zweite Frau über 50 leidet darunter, die wenigsten suchen sich jedoch Hilfe.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen