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Großes rauchendes Kraftwerk. Davor ein kleines idyllisches Dorf.

Feinstaub in der Luft, wie hier im rheinischen Braunkohlerevier, kann die Herzgesundheit beeinträchtigen.
© Marcel Wenk - Fotolia

Do. 05. Juni 2014

Feinstaub schadet Herz und Kreislauf

Klare Luft ist besser als dreckige, das sagte einem der gesunde Menschenverstand. Wissenschaftlich untermauert wird dies nun erneut durch eine britische Studie. Bestimmte Luftschadstoffe können demnach in höheren Konzentrationen bereits über einen kurzen Zeitraum Herz-Kreislauf-Probleme begünstigen.

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Die Forscher fanden einen Zusammenhang zwischen höheren Konzentration von besonders kleinen Feinstaubpartikeln (PM 2,5) und Herzrhythmusstörungen, unregelmäßigem Herzschlag sowie der Bildung von Blutgerinnseln in der Lunge. Für andere Luftschadstoffe wie Kohlenmonoxid, größere Feinstaubpartikel (PM 10), Schwefeldioxid oder Ozon konnten die Forscher über einen kurzen Zeitraum dagegen keinen negativen Einfluss auf die Herzgesundheit nachweisen. Lediglich Stickstoffdioxid war in einer Erhebung mit einer erhöhten Rate von Krankenhauseinweisungen aufgrund von Herzproblemen, zum Beispiel Herzschwäche, verbunden sowie einer höheren Gefahr für eine spezielle Form des Herzinfarkts. Dies berichten die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift British Medical Journal.

Weltweit wird die Luftverschmutzung für jährlich 3 Millionen Todesfälle durch Herz-Kreislauf-Probleme verantwortlich gemacht. Die Ergebnisse dieser Studie lassen allerdings nicht den Schluss zu, dass sich durch Luftschadstoffe, die über einen relativ kurzen Zeitraum eingeatmet werden, allgemein das Risiko für Herzinfarkt oder Schlaganfall erhöhe, so die Forscher. Um den kurzzeitigen Einfluss von Luftverschmutzung auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu untersuchen, hatten die Wissenschaftler Daten aus drei nationalen Erhebungen, die zwischen 2003 und 2009 durchgeführt worden waren, ausgewertet. Hierfür hatten sie rund 400.000 Krankenhauseinweisungen wegen Herzinfarkt oder Schlaganfall, mehr als 2 Millionen Notaufnahmen aufgrund von Herz-Kreislauf-Problemen und 600.000 entsprechende Todesfälle mit den Messwerten von Luftschadstoffen in Verbindung gebracht, die in der Nähe der betroffenen Personen über einen Zeitraum von fünf Tagen gemessen worden waren.

HH

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