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Frau liegt mit Grippe im Bett.

Schwere Virusinfektionen könnten durch die Gabe bestimmter Eiweiße eingedämmt werden.
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Sa. 14. Juni 2014

Natürliches Eiweiß legt Viren lahm

Grippe, Hepatitis oder Lungenentzündung: Viele durch Viren verursachte Krankheiten können gefährlich verlaufen. Ein Team internationaler Forscher hat jetzt einen Eiweißstoff entdeckt, mit dessen Hilfe sich die Vermehrung von Viren eindämmen ließe.

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Das Protein mit dem Kürzel OASL ist ein Eiweißstoff, der natürlich in den Zellen vorkommt. Mit seiner Hilfe verbessere sich die Fähigkeit der Zellen, das Erbgut von sogenannten RNA-Viren zu entdecken, berichtet das Team um Dr. Saumendra N. Sarkar von der Universität Pittsburgh in der Fachzeitschrift Immunity. Das wiederum ermögliche dem Immunsystem, die Viren aufzuspüren und ihre Vermehrung zu unterdrücken. In Laborversuchen zeigten die Forscher, dass eine Erhöhung des Proteins in menschlichen Zellen die Virenvermehrung effektiv unterbinden konnte. Umgekehrt waren Labormäuse, denen das OASL-Protein fehlte, deutlich anfälliger für Viren-Infektionen.

In die große Gruppe der RNA-Viren fallen Viren, deren Erbgut aus Ribonukleinsäure (RNA) besteht. Gefährliche Vertreter sind beispielsweise Grippeviren, Hepatitis C-Viren oder Respiratorische Syncytiale Viren (RSV), die vor allem für Neugeborenen gefährliche Lungenentzündungen hervorrufen können. Mit den neuen Ergebnissen könnte sich nun eine Alternative zu Interferonen eröffnen, hoffen die Forscher, einer andere Form von Proteinen, die in Zellen als Antwort auf Infektionen mit Viren gebildet und freigesetzt werden. Interferone kommen bei der Therapie von Virenerkrankungen, darunter auch Hepatitis C, zum Einsatz, würden aber bei anderen RNA-Viren wie den Grippeerregern nicht helfen, so die Forscher. In einem nächsten Schritt wollen die Wissenschaftler untersuchen, wie sich die OASL-Bildung in Zellen effektiv steigern lässt und wie sich dies auf Patienten mit Lungeninfektionen auswirkt.

HH

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