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Junger Mann sitzt auf einer Couch, isst Kekse und sieht fern

Viel zu sitzen, insbesondere vor dem Fernseher, scheint das Risiko für bestimmte Krebsarten zu erhöhen.
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Di. 17. Juni 2014

Häufiges Sitzen erhöht das Krebsrisiko

Wir sitzen viel, wenn der Tag lang ist: beruflich, beim Fernsehen oder sonst wie in der Freizeit. Dies kann sich nicht nur auf die Gefahr für Diabetes, Übergewicht und Herz-Kreislauf-Erkrankungen auswirken. Auch das Risiko für manche Krebsarten steigt offenbar, wie deutsche Forscher berichten.

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Für ihre Untersuchungen hatten Daniela Schmid und Michael F. Leitzmann von der Universität Regensburg eine Übersichtsarbeit angefertigt, in die 43 Beobachtungsstudien mit über 4 Millionen Studienteilnehmern und an die 69.000 Krebs-Fälle eingingen. Drei Krebsarten traten bei Teilnehmern, die am meisten saßen, deutlich häufiger auf als bei jenen, die am wenigsten Zeit im Sitzen verbrachten. Dies waren Lungenkrebs, Darmkrebs und Krebs der Gebärmutterschleimhaut. Das Risiko stieg mit jeden zwei zusätzlich im Sitzen verbrachten Stunden an: um 6 Prozent für Lungenkrebs, um 8 Prozent für Darmkrebs und um 10 Prozent für Gebärmutterschleimhaut-Krebs.

Erstaunlicherweise schien der gefundene Effekt unabhängig von der körperlichen Aktivität zu sein, berichten die Forscher in der Fachzeitschrift JNCI: Journal of the National Cancer Institute. Dies lege die Vermutung nahe, dass häufiges Sitzen auch für jene schädlich sein könne, die sich sonst viel bewegen. Bei einem genaueren Blick auf die Art des Sitzens zeigte sich, dass insbesondere die Zeit, die vor dem Fernseher verbracht wird, einen schlechten Einfluss zu haben scheint. Der Zusammenhang zu Darm- und Gebärmutterschleimhaut-Krebs trat hier am deutlichsten zutage. Die Autoren vermuten, dass dies unter anderem damit zusammenhängt, dass beim Fernsehen häufig zuckerhaltige Getränke und Junkfood konsumiert werden.

HH

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