Sie sind in: Startseite Aktuelles Forschung Geistige Aktivität schützt vor Demenz

Aktuelles

Zwei Frauen um die 60, 65 stehen lachend mit dem Rücken an einer Schultafel, die eine hält ein Stück Kreide in der Hand

Wer sein Leben lang geistig aktiv ist - sei es durch anregende Gespräche oder im Job -, hat in Sachen Demenz bessere Karten.
© contrastwerkstatt - Fotolia

Di. 24. Juni 2014

Den Geist zu bereichern schützt vor Demenz

Wer sein Leben lang geistig rege bleibt, könnte damit dem geistigen Abbau im Alter vorbeugen. Zu diesem Schluss gelangen US-amerikanische Forscher um Dr. Prashanthi Vemuri von der Mayo Clinic in Rochester.

Anzeige

Gemeinsam mit Kollegen konnte die Wissenschaftlerin zeigen, dass Studienteilnehmer, die ihr Leben geistig aktiv waren und sich intellektuell bereicherten, davon in fortgeschrittenem Alter profitieren konnten. Sie schnitten bei Tests zu kognitiven Fähigkeiten besser ab als Studienteilnehmer, deren geistige Fähigkeiten über das Leben betrachtet weniger gefordert wurden. Die Forscher folgern daraus, dass eine gute schulische Bildung – in Jahren bemessen – und ein anspruchsvoller Job dabei helfen können, den Rückgang der geistigen Fähigkeiten im Alter zu verzögern. Gleiches gelte für geistige Aktivitäten im mittleren und späteren Lebensalter, wie Lesen, gemeinsame Aktivitäten mit anderen oder die Beschäftigung mit dem Computer an mindestens drei Tagen pro Woche, berichten die Forscher in der Fachzeitschrift JAMA Neurology.

An der Studie hatten knapp 2.000 Personen im Alter zwischen 70 und 89 Jahren aus dem Umland der Mayo Clinic teilgenommen, die nicht an Demenz erkrankt waren. Bei 277 waren leichte geistige Beeinträchtigungen aufgetreten.

Aufgrund ihrer Ergebnisse vermuten die Forscher, dass eine lebenslange hohe geistige Aktivität insbesondere Menschen vorbeugend helfen könnte, bei denen aufgrund ihres Erbguts eine spezielle Eiweißvariante auftritt, die mit einem höheren Alzheimer-Risiko einhergeht. Der Eintritt geistiger Beeinträchtigungen ließe sich so um fast neun Jahre verzögern, glauben die Forscher.

HH

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Forschung

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Statine schützen vor Thrombose

Die Cholesterinsenker zeigen interessante "Nebenwirkungen".

Stress im Job erhöht Krebsrisiko

Auswirkungen zeigen sich jedoch erst nach einer bestimmten Zahl von Jahren.

Interessante Theorie zur Arteriosklerose

Deutscher Herzchirurg stellt die bisherige Lehrmeinung infrage.

Feinstaub kann Viren wecken

Nanopartikel aus Abgasen reaktivieren Krankheitserreger im Lungengewebe.

Asthma: neue Leitlinien geplant

Die Asthmatherapie wird genauer, individueller und flexibler als früher.

Biosensoren spüren Krankheiten auf

Tragbare Sensoren am Körper könnten zur Früherkennung vieler Krankheiten beitragen.

Yoga lindert Rückenschmerzen

Regelmäßige Übungen verbessern die Beweglichkeit und lindern Schmerzen.

Achillessehnenriss: OP nicht immer nötig

Auch eine konservative Behandlung mit abnehmbarem Schuh zeigt gute Ergebnisse.

Rotes Fleisch fördert Darmentzündungen

Mit kleinen Änderungen im Speiseplan lässt sich das Risiko jedoch senken.

Stottern: Hirn schlecht durchblutet

Forscher sind auf der Suche nach der Ursache für die Sprachstörung.

Säureblocker erhöhen die Infektionsgefahr

Magen-Darm-Keime haben es leichter, wenn Medikamente die Magensäure reduzieren.

Hörverlust durch Eisenmangel?

Ein Mangel kann zu Blutarmut führen und weitreichende Folgen haben.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen