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Ausschnitt: junger Frauenbauch mit linker Hand auf dem Bauch, oberer und unterer Bildrand weiße Kleidung

Die Bakterienzusammensetzung im Darm verändert sich lange nicht, doch wenn, dann tut sie es offenbar abrupt.
© studiovespa - Fotolia

Do. 10. Juli 2014

Was die Bakteriengemeinschaften im Darm beeinflusst

Im menschlichen Darm gibt es verschiedenste Bakterien, die sich zu Gemeinschaften zusammenschließen. Zwar gibt es unterschiedlich zusammengesetzte Bakteriengemeinschaften – eine jede ist aber sehr stabil. Welche jeweils gerade vorliegt, hängt auch vom Alter und Übergewicht des Menschen, nicht aber von kurzzeitigen Ernährungsumstellungen ab.

Zu diesem Schluss kommt ein niederländisch-finnisches Forscherteam, das untersucht hatte, wie unser inneres Ökosystem organisiert ist. Die Wissenschaftler hatten hierfür die Zusammensetzung von Darmbakterien von 1.000 erwachsenen Niederländern analysiert. In der Fachzeitschrift Nature Communication berichten sie, dass ganze Gruppen von Bakterien entweder relativ häufig anzutreffen oder nahezu abwesend waren. Aus den Ergebnissen schließen die Forscher nun, dass es unterschiedliche, aber stets stabile Bakteriengemeinschaften gibt, die durch instabile Kipp-Punkte voneinander getrennt sind. Die Bakterienzusammensetzung verändert sich demnach lange nicht, doch wenn, dann tut sie es offenbar abrupt. Einen langsamen, schrittweisen Übergang von einem in den anderen Zustand gebe es demnach nicht.

Die Forscher berichten weiter, dass die Zusammensetzung von einer kurzzeitigen Ernährungsumstellung relativ unbeeinflusst bleibe. Alter oder Übergewicht beeinflussten hingegen sehr wohl, welche Bakteriengruppen vorkommen. Dies liefere neue Ansatzpunkte, sowohl für die Diagnose von Krankheiten als auch für die Therapie, so die Hoffnung der Forscher. Weitere Studien könnten sich etwa der Frage widmen, ob unterschiedliche Zustände des Darm-Ökosystems auf eine Anfälligkeit für bestimmte Krankheiten hindeuten.

HH/FH

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