Sie sind in: Startseite Aktuelles Forschung Stinkender Zellschutz aus faulen Eiern

Aktuelles

Profilbild von einem Mann, der an einem Hühnerei riecht.

Wenn es nach faulen Eiern stinkt, suchen Menschen mit empfindlicher Nase das Weite. Dabei kann die Substanz hinter dem Gestank auch hilfreich sein.
© drubig-photo - Fotolia

Mo. 14. Juli 2014

Stinkender Zellschutz aus faulen Eiern

Wenn es nach faulen Eiern stinkt, suchen Menschen mit empfindlicher Nase das Weite. Schwefelwasserstoff heißt diese Qual für die Nase, die zudem hochgiftig ist. In der richtigen Dosierung und an der richtigen Stelle, kann die Substanz aber auch hilfreich sein, wie britische Forscher jetzt zeigen konnten.

Anzeige

"Wenn Zellen aufgrund einer Krankheit gestresst sind, stellen sie mit Hilfe von Enzymen winzige Mengen Schwefelwasserstoff her", erläutert Professor Matt Whiteman von der University of Exeter in Großbritannien. Dieses helfe den Mitochondrien, das sind die Kraftwerke der Zellen, rund zu laufen und sicherten damit das Überleben der Zellen, betont der Forscher. Denn von den Mitochondrien hänge es ab, ob eine Zelle lebe oder sterbe. Außerdem helfen sie, Entzündungen zu regulieren. Deshalb sei es für die Therapie einer ganzen Reihe von Krankheiten, darunter Schlaganfall, Herzschwäche, Diabetes und Demenz, wichtig, dass Schäden an den Mitochondrien vermieden oder rückgängig gemacht werden.

Dem britischen Wissenschaftsteam gelang es nun gemeinsam mit Kollegen aus den USA, eine Substanz herstellen, mit deren Hilfe nach und nach sehr kleine Mengen Schwefelwasserstoff zu den Mitochondrien gelangen. Das Ergebnis: Wurden gestresste Zellen mit der neuen Substanz behandelt, hatte dies einen schützenden Effekt auf die Mitochondrien und die Zellen blieben am Leben. Ihre Ergebnisse seien für verschiedenste Krankheitsbilder erfolgversprechend, berichten die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Medicinal Chemistry Communication. Für die Zukunft arbeiten sie daran, die Forschung soweit voranzubringen, dass die Wirkung der Substanz auch bei Menschen untersucht werden kann.

HH

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Forschung

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Gesund Essen ist wichtiger als der BMI

Eine gesunde Ernährung ist für die Gesundheit wichtiger, als die Zahl auf der Waage.

Schwangerschaft verzögert MS

Bei Frauen, die ein Baby kriegen, treten Symptome einer Multiplen Sklerose erst später auf.

Medikament gegen Magersucht

Ein Leptin-haltiges Arzneimittel könnte Patienten helfen, die unter einer Essstörungen leiden.

7 Punkte senken den Blutdruck

Wer sie im mittleren Alter beherzigt, hat später ein deutlich niedrigeres Risiko für Bluthochdruck.

Wie ähnlich sind sich Depression und Angst?

Immunsystem und Fettstoffwechsel der Patienten zeigen deutliche Unterschiede.

Weniger Kalorien, längeres Leben

Wie die Ernährung und die Körpertemperatur die Lebensdauer beeinflussen.

Achtsames Atmen gegen Bluthochdruck

Langsames und bewusstes Atmen mildert Stress und könnte auch den Blutdruck senken.

Sprachtherapie nach Schlaganfall

Eine neue Studie zeigt, dass eine kurze und intensive Therapie nicht unbedingt die beste ist.

Schadet Bluthochdruck dem Gehirn?

Hohe Blutdruck- und Blutzuckerwerte könnten die Denkgeschwindigkeit verlangsamen.

Männer sind häufiger nachtaktiv

Männer und Frauen haben oft einen unterschiedlichen Tagesrhythmus.

Erkältung schützt vor der Grippe

Eine Erkältung bereitet das Immunsystem auch auf andere Viren vor.

Auch wenig Alkohol macht dick

Schon ein Glas Wein oder Bier pro Tag steht mit überflüssigen Kilos in Zusammenhang.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen