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Hand, die aus einem Glasröhrchen ein Medikament auf eine Spritze aufzieht

Aus dem getesteten Eiweißstoff könnte in Zukunft eine neue Therapieoption bei Typ-2-Diabetes werden.
© Sven Hoppe - Fotolia

Do. 17. Juli 2014

Diabetes aufhalten mit nur einer Spritze

Mit nur einer Injektion haben es US-Forscher geschafft, bei Mäusen Diabetes-Symptome rückgängig zu machen, und das ohne Nebenwirkungen. Allerdings enthielt die Spritze nicht das Hormon Insulin, was ja für viele Diabetiker zum Alltag gehört, sondern einen anderen Eiweißstoff.

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Eine einzige Injektion eines Eiweißstoffes, der das Kürzel FGF1 trägt und eigentlich als Wachstumsfaktor bekannt ist, reichte den Wissenschaftlern zufolge aus, um bei Mäusen mit Typ-2-Diabetes den Blutzuckerspiegel für mehr als zwei Tage auf ein gesundes Maß zu senken. Die Behandlung mit besagtem Eiweißstoff half aber nicht nur, den Blutzucker unter Kontrolle zu bringen, wie die Forscher vom Salk Institute im kalifornischen La Jolla in der renommierten Fachzeitschrift Nature berichten. Durch die Injektion verbesserte sich auch die Empfindlichkeit des Körpers gegenüber Insulin. Eine verringerte Insulinsensibilität, Insulinresistenz genannt, gilt als Ursache von Typ-2-Diabetes.

Darüber hinaus konnten die Wissenschaftler selbst bei einer Injektion von größeren Mengen des Proteins keine Nebenwirkungen feststellen, wie sie bei manchen Diabetesmedikamenten auftreten können. Auch sank der Glukosespiegel nicht so stark ab, dass er unter einem Wert lag, ab dem es gefährlich werden könnte. Stattdessen stellte die Injektion offenbar die natürliche Fähigkeit des Körpers wieder her, den Insulin- und Blutzuckerspiegel aus eigener Kraft so zu regulieren, dass die Glukosemengen auf einem sicheren Niveau blieben, wie aus der Studie hervorgeht. Die Mechanismen, die hinter der Wirkung des Proteins FGF1 stecken, seien noch nicht vollständig bekannt, so die Forscher. Ihre Ergebnisse ließen jedoch auf eine neue Generation von Diabetesmedikamenten hoffen, die sicherer und effektiver seien als die bisherigen.

HH

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