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Mann surft im Internet.

Menschen, die an Selbstmord denken, suchen häufig im Internet nach Informationen darüber.
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Mo. 28. Juli 2014

Suchmaschinen bevorzugen Selbstmord fördernde Websites

Denkt jemand an Selbstmord, dient das Internet häufig als Informationsquelle. Das Gefährliche daran: Inhalte mit schädlichen, den Suizid potenziell fördernden Informationen werden in den Trefferlisten der Suchmaschinen besser dargestellt als Hilfsangebote. Das zeigt eine Studie österreichischer Wissenschaftler.

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Die Forscher aus Wien ermittelten, welche Websites man findet, wenn man in gängigen Suchmaschinen wie Google oder Bing/Yahoo im deutschen und englischen Sprachraum nach Informationen über Selbstmord sucht. Positiv an den Ergebnissen ist, dass Informationen mit schützenden Merkmalen gegenüber schädlichen recht deutlich überwiegen – und zwar im Verhältnis von etwa 2:1. Das schreiben die Forscher in der Fachzeitschrift Journal of Clinical Psychiatry. Es gibt also insgesamt mehr schützende Informationen für Hilfesuchende. Doch in der Suchliste würden laut der Studienautoren Websites umso früher bzw. höher angezeigt, je mehr schädliche und je weniger positive Charakteristika sie aufweisen. Das Verhältnis zwischen schädlichen und schützenden Inhalten sei somit nur auf den ersten Blick positiv.

Die Studie mache deutlich, dass hinsichtlich der Suizidprävention im Internet Bedarf an Verbesserung besteht. Konkret empfehlen die Studienautoren den Betreibern von Präventions-Websites, die Platzierung der eigenen Webseite in den Suchergebnislisten zu verbessern, wenn mit methoden-orientierten Suchbegriffen z.B. "wie erhänge ich mich?" gesucht wird. Denn stärker suizidal gefährdete Personen würden hauptsächlich solche Suchbegriffe verwenden. Darüber hinaus laufen laut den Forschern derzeit Gespräche mit Google über Möglichkeiten, Websites zu Suizidprävention besser zu reihen.

RF

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