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Kind, schulterlange Haare (Junge?), rotes Poloshirt mit weißen Streifen, am Stift kauend und nach oben schauend am Pult in der Schule sitzend, Tafel im Hintergrund

Trotz guter allgemeiner Begabung hat ein Teil der Schüler große Probleme mit dem Rechnen oder Schreiben.
© Christian Schwier - Fotolia

Do. 31. Juli 2014

Rechenschwäche tritt häufig mit Legasthenie auf

Rund fünf Prozent der Schulkinder leiden an einer ausgeprägten Rechenstörung. Obendrein haben diese Kinder weit häufiger als bislang angenommen mit einer Legasthenie zu kämpfen. Das konnten Münchner Forscher jetzt zeigen.

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Addieren und subtrahieren, multiplizieren und dividieren – es sind vor allem die Grundrechenarten, an denen Kinder mit Rechenschwäche, fachsprachlich Dyskalkulie, scheitern. Je nachdem, um welche Rechenoperation es geht, schwanken die Werte zwischen drei und sechs Prozent. Das belegen Wissenschaftler um Professor Gerd Schulte-Körne, Direktor der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie der Ludwig-Maximilians-Universität München, in einer Studie. Für die Untersuchung machten sie Tests mit 1633 Schulkindern aus dritten und vierten Klassen im Münchner Raum.

Schulische Entwicklungsstörungen treten aber nicht isoliert auf. So hatten laut der Studie 57 Prozent der Kinder mit einer Rechenstörung obendrein mit einer Lese- und/oder einer Rechtschreibstörung zu kämpfen. Auch das Geschlecht, so zeige die Untersuchung, scheint eine Rolle zu spielen, sagt Schulte-Körne: Jungen haben häufiger eine Rechtschreibstörung, Mädchen eine Rechenstörung. Schwierigkeiten beim Lesen haben Mädchen und Jungen indes ähnlich oft. Die Ursache dafür haben die Forscher nicht gefunden.

"Diese Häufigkeiten haben uns überrascht", räumt Schulte-Körne ein. Die betroffenen Kinder bräuchten eine intensive und spezifische Förderung, sonst bestehe trotz guter Begabung die Gefahr des Scheiterns in der Schule. Auch für die Behandlung der Dyskalkulie gibt es laut Schulte-Körne vielversprechende Ansätze, die aber ein intensives, längerfristiges Training mit den Schulkindern voraussetzen.

RF

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