Sie sind in: Startseite Aktuelles Forschung US-Behörde warnt vor Akne-Wirkstoffen

Aktuelles

Badezimmer: Junge Frau, ca. Anfang/Mitte 20, helles Sleepshirt mit Spaghettiträgern, überschulterlange, dunkelbraune Haare, betrachtet ihr Gesicht kritisch im Spiegel, beide Hände an der unteren linken Wangenpartie

Präparate, die gegen Akne eingesetzt werden, können zu unerwünschten Reaktionen führen. Davor warnt die US-amerikanische Arzneimittelbehörde.
© gpointstudio - Fotolia

Mo. 04. August 2014

US-Behörde warnt vor Nebenwirkung von Akne-Präparaten

In einer Sicherheitswarnung weist die US-amerikanische Arzneimittelbehörde FDA auf seltene, aber schwerwiegende und potenziell lebensbedrohliche Überempfindlichkeitsreaktionen oder schwere Reizungen durch bestimmte freiverkäufliche Akne-Präparate hin. Diese enthalten als Wirkstoffe Benzoylperoxid oder Salicylsäure und werden - auch in Deutschland - in verschiedensten Darreichungsformen angeboten, zum Beispiel als Gel, Lotion, Gesichtswasser oder Lösung.

Anzeige

Die schweren allergischen Reaktionen wie Atemnot, Ohnmachtsgefühl oder Schwellungen von Augen, Gesicht, Lippen oder Zunge können innerhalb von Minuten bis zu einem Tag oder länger nach Produktanwendung auftreten. Sie unterscheiden sich von örtlichen Reizungen wie Rötung, Brennen, Trockenheit, Juckreiz, Peeling, oder leichter Schwellung, die im Bereich der Anwendungsstelle auftreten können, die aber bereits in der Packungsbeilage aufgeführt sind. Falls es nach Anwendung zu den beschriebenen schweren allergischen Symptomen kommt, stoppt man die Anwendung am besten sofort und sucht einen Arzt auf. Das gilt auch bei Auftreten von Nesselsucht und Juckreiz.

Bisher ist nicht sicher, ob die schweren Überempfindlichkeitsreaktionen durch die Wirkstoffe Benzoylperoxid und Salicylsäure selbst, die inaktiven Bestandteile der Präparate oder durch eine Kombination beider Faktoren ausgelöst werden. Die FDA wird die Situation weiter beobachten und unter Umständen eine Neubewertung der Sicherheit dieser Akne-Produkte vornehmen. Mit den Herstellern soll über Änderungen der Packungsbeilage, die auf das mögliche Risiko von schweren Überempfindlichkeitsreaktionen hinweisen, beraten werden.

Den Patienten wird geraten, vor der erstmaligen Verwendung dieser Akne-Medikamente für drei Tage eine kleine Menge auf zwei kleine betroffene Hautstellen aufzutragen, um sicherzustellen, dass sich keine Überempfindlichkeitssymptome entwickeln. Wenn nach dieser Zeit keine Beschwerden aufgetreten sind, kann die Anwendung gemäß der Packungsbeilage begonnen werden.

rt/PZ

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Forschung

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Neue Art von Schwindel entdeckt

Viele Patienten könnten von einer vorbeugenden Behandlung profitieren.

Färbetablette hilft bei Darmkrebs-Diagnose

Durch die Tablette werden Polypen bei einer Darmspiegelung besser erkannt.

Die Geheimnisse der Darmflora

Forscher haben untersucht, welche Faktoren sich auf die Vielfalt der Darmbakterien auswirken.

Durchfall: E.coli trifft Blutgruppe A stärker

Der Durchfallkeim ist für einige Menschen gefährlicher als für andere.

Fisch schützt vor Herzkrankheiten

Arten, die reich an Omega-3-Fettsäuren sind, stehen am besten zweimal pro Woche auf dem Tisch.

Ehe: Streit schadet der Gesundheit

Spannungen mit dem Partner wirken sich negativ auf die Gesundheit aus.

Depression häufig bei Hashimoto

Depressionen und Angst können mit einer Erkrankung der Schilddrüse zusammenhängen.

Darm: Joghurt dämpft Entzündungen

Möglicherweise könnte dieser Effekt helfen, Darm-Erkrankungen vorzubeugen.

Antibiotika verändern, wie Impfungen wirken

Die Medikamente greifen offenbar in den Aufbau der Immunabwehr ein.

Ingwer lindert Erbrechen bei Kindern

Eine Studie zeigt einen guten Effekt der asiatischen Wurzel bei Magen-Darm-Infekt.

Darmflora mischt bei Arteriosklerose mit

Bestimmte Darmbakterien sind offenbar an der Entstehung der Arterienverkalkung beteiligt.

Kohlenhydrate bei Diabetes minimieren?

Forscher haben einen alten Ansatz für die Therapie von Typ 1-Diabetes aufgegriffen.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen