Sie sind in: Startseite Aktuelles Forschung Hitzewallungen: Akupunktur hilft

Aktuelles

Blonde Frau um die 40, auf dem Bauch liegend, bekommt im Schulterbereich Akupunkturnadeln gesetzt

Akupunktur entspringt der Traditionellen Chinesischen Medizin und soll die Energieströme des Körpers harmonisieren.
© Tyler Olson - Fotolia

Do. 14. August 2014

Wechseljahre: Akupunktur lindert Hitzewallungen

Um Beschwerden, die mit den Wechseljahren einhergehen, zu lindern, greifen viele Frauen zu Medikamenten. Fast ebenso viele suchen allerdings nach alternativen Methoden. Für jene haben Forscher aus Taiwan jetzt eine gute Nachricht: Akupunktur scheint tatsächlich gegen Hitzewallungen zu helfen.

Anzeige

Mit Hilfe der asiatischen Nadeltechnik lassen sich demnach die Stärke und Häufigkeit von Hitzewallungen, unter denen viele Frauen in den Wechseljahren leiden, positiv beeinflussen. Die Wirkung der Akupunktur hielt ungefähr drei Monate an, wie Dr. Hsiao-Yean Chiuvon von der Medizinischen Universität Taipeh in Taiwan gemeinsam mit Kollegen in der Fachzeitschrift Menopause berichtet. Die Wissenschaftler hatten im Rahmen einer Übersichtsarbeit die Ergebnisse aus zwölf Studien mit über 800 Teilnehmerinnen analysiert. Während die Studien im Hinblick auf andere Wechseljahresbeschwerden, wie Schlafproblemen, Stimmungsschwankungen oder Sexualproblemen zu uneinheitlichen Ergebnissen kamen, waren die Auswirkungen auf Hitzewallungen durchweg positiv, so die Forscher.

In die Analyse waren verschiedene Akupunktur-Formen eingegangen, zum Beispiel die traditionelle Form der Akupunktur, Akupressur, Elektro-Akupunktur, Laser-Akupunktur und Ohr-Akupunktur. Interessant sei, dass der positive Effekt auf Häufigkeit und Stärke der Hitzewallungen offenbar nichts mit der Zahl der Sitzungen, der Dosierungsmenge oder der Behandlungsdauer zu tun hatte, berichten die Forscher. Vielmehr zeigte sich, dass auch eine Scheinakupunktur in der Lage war, die Häufigkeit der Hitzewallungen zu verringern - und zwar in ähnlicher Weise wie richtige Akupunktur. Trotzdem könnte Akupunktur gerade für Frauen, die keine Medikamente einnehmen möchten, eine Alternative darstellen, resümieren die Wissenschaftler.

HH

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Forschung

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Lügensignale können trügen

Körpersignale, die auf Lügen hindeuten können, sind weit weniger eindeutig als oft gedacht.

5 Punkte, die vor Darmkrebs schützen

Jeder kann sein Darmkrebsrisiko senken, indem er auf einen gesunden Lebensstil achtet.

Kinder: Einmal dick, immer dick?

Kinder, die mit 3 Jahren schon zu viel wiegen, werden später nicht mehr schlank.

Kommt ein Mittel gegen Zöliakie?

Schon bald könnte es ein Präparat geben, das bei Glutenunverträglichkeit hilft.

Psyche: Macht die Uni krank?

Viele Studenten sind gestresst und erschöpft. Frauen leiden besonders unter dem wachsenden Druck.

Diese 5 Lebensmittel senken den Blutzucker

Gewisse Lebensmittel und Gewürze halten den Blutzucker in Schach.

Fluorchinolone bergen große Risiken

Gewisse Antibiotika können schwere und langanhaltende Nebenwirkungen verursachen.

Fibromyalgie: Was ist die Ursache?

Entzündungen im Gehirn könnten für die Schmerzkrankheit verantwortlich sein.

Sterben oder mit HIV leben?

In Südafrika standen Ärzte vor der Entscheidung, einem todkranken Kind die Leber der HIV-positiven Mutter zu übertragen.

Jede zweite Frau erkrankt neurologisch

Demenz, Parkinson oder Schlaganfall: Eine dieser Krankheiten trifft die Hälfte aller Frauen.

Milchprotein hilft bei Chemotherapie

Lactoferrin mildert den metallischen Geschmack, der oft Nebenwirkung einer Chemo ist.

Warum Frauen in die Menopause kommen

Forscher haben eine neue Theorie dazu entwickelt.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen