Sie sind in: Startseite Aktuelles Forschung Diabetes lässt das Gehirn schneller altern

Aktuelles

Senior am Küchentisch beim Zeitunglesen, in der rechten Hand die Zeitung, in der linken einen Kaffeehumpen

Laut einer US-Studie soll bei Diabetikern das Gehirnvolumen schneller abnehmen.
© stefanolunardi - Fotolia

Fr. 15. August 2014

Diabetes lässt das Gehirn schneller altern

Im Verlauf des Typ-2-Diabetes kommt es zu einer Verkleinerung des Gehirns, die auf eine beschleunigte Alterung des Denkorgans hinweist. Für die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) zeigen die Ergebnisse einer US-Studie, dass die Auswirkungen der Stoffwechselerkrankung auf das Gehirn bisher unterschätzt wurden.

Anzeige

In der Studie untersuchte das Team um Nick Bryan von der Perelman School of Medicine in Philadelphia mehr als 600 Teilnehmer: Je länger die Patienten am Typ-2-Diabetes litten und je höher der Blutzuckerspiegel war, desto kleiner war ihr Gehirn. Auf zehn Jahre gesehen verloren die Typ-2-Diabetespatienten im Durchschnitt 4,28 von 463,9 Kubikzentimetern ihrer grauen Hirnsubstanz, was einer beschleunigten Alterung entspricht. "Ihr Gehirn war nach dieser Zeit um zwei Jahre älter als das von gleichaltrigen Nicht-Diabetespatienten", erläutert Professor Dr. med. Dirk Müller-Wieland, Mediensprecher der DDG.

Der Schwund an Hirnsubstanz kann aber nicht allein auf eine frühzeitige Verkalkung der Blutgefäße zurückgeführt werden. Der Prozess sei eher auf eine direkte Schädigung der Hirnzellen zurückzuführen, wie sie z.B. bei der Alzheimer-Krankheit auftritt, sagt Professor Dr. med. Andreas Fritsche vom Universitätsklinikum Tübingen. In der Studie blieb offen, ob sich eine strenge Kontrolle des Blutzuckers günstig auf die Entwicklung des Gehirns auswirkt. Die Teilnehmer mit den besseren Blutzuckerwerten in der Eingangsuntersuchung hatten jedoch die geringsten Einbußen bei den Nervenzellen.

DDG/RF

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Forschung

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

So müssen wir uns im Jahr 2050 ernähren

Die Essgewohnheiten der Menschen müssen sich radikal ändern, sagen Forscher.

Bewegung schärft das Gedächtnis

Wer körperlich aktiv ist, erkrankt seltener an Demenz.

MRT auch mit Kupferspirale möglich

Eine MRT-Untersuchung hat bei Frauen, die mit Spirale verhüten, keine Nebenwirkungen.

Von Brustkrebs- zu harmlosen Fettzellen

Forscher haben Krebszellen ausgetrickst und in harmlose Fettzellen umgewandelt.

Neuer Ansatz stoppt Brustkrebs-Metastasen

Wissenschaftler haben Wirkstoffe gefunden, die eine Metastasenbildung bei Brustkrebs verhindern können.

Wenn das Gehirn Lust auf Dopamin hat

Was und wie viel wir essen, haben wir offenbar nur zum Teil unter Kontrolle.

Hormontherapie gegen Kniearthrose?

Östrogen könnte bei Frauen in den Wechseljahren Schäden am Knorpel hemmen.

Spermienqualität gefährdet Embryo

Die Qualität des Spermas könnte das Risiko für eine Fehlgeburt erhöhen.

Beim metabolischen Syndrom Vitamin C

US-Forscher sind davon überzeugt, dass sich dadurch die Stoffwechsellage bessert.

Mehr Haustiere gleich weniger Allergien

Kontakt zu Haustieren scheint das Allergierisiko bei Kindern zu senken - und zwar je mehr Tiere, desto besser.

Fitness: 12-Tage-Plan für das neue Jahr

Jeden Tag eine neue Übung: So kommen Sie nach den Feiertagen wieder in Form.

Radeln reduziert den Bauchumfang

Sport lässt Fettpolster am Bauch schmelzen, die das Risiko für viele Krankheiten erhöhen.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen