Sie sind in: Startseite Aktuelles Forschung Senioren: Yoga gut fürs Gehirn

Aktuelles

Blonde Frau um die 50 in weißer Sportkleidung am weißen Strand, blauer Himmel, bei einer Hatha Yoga-Übung

Hatha Yoga erfordert Konzentration und Ausdauer. Älteren Menschen kann es helfen, geistig und körperlich fit zu bleiben.
© michaeljung - Fotolia

Di. 19. August 2014

Senioren: Yoga gut fürs Gehirn

Hatha Yoga verbessert die geistige Leistungsfähigkeit älterer Menschen. Das fanden Forscher jetzt in einer Studie heraus. Vorherige Untersuchungen hatten bereits gezeigt, dass Yoga einen positiven Effekt auf psychologische Probleme wie Angst, Stress und Depressionen ausüben kann.

Anzeige

An der Studie nahmen 108 Erwachsene im Alter zwischen 55 und 79 Jahren teil, die in zwei Gruppen aufgeteilt wurden. Die eine Gruppe besuchte einen Hatha Yoga-Kurs, die anderen machten stattdessen Dehnungsübungen. Nach acht Wochen war die Yoga-Gruppe in Tests, die die geistige Leistungsfähigkeit, Informationsverarbeitung im Gehirn und Flexibilität prüfte, flinker und fitter als zu Beginn der Studie. Die Gruppe, die nur Dehnungsübungen gemacht hatte, zeigte keine deutliche Verbesserung.

Hatha Yoga ist ein sehr altes spirituelles Training, das seinen Fokus auf Meditation und Atemübungen legt, während es individuelle Bewegungen in einer Folge von bestimmten Körperhaltungen vereint. "Es erfordert Konzentration und Anstrengung, sowohl die Bewegungen auszuführen, als auch seinen Körper zu kontrollieren und richtig zu atmen", so Neha Gothe, Leiter der Studie und Professor an der Wayne State University, USA.

Die Teilnehmer des Hatha Yoga-Kurses waren geschickter und exakter in ihren Tätigkeiten, die wichtig für das tägliche Leben sind. "Da wir wussten, dass Stress und Angst die geistige Leistungsfähigkeit beeinträchtigen können, versuchten wir den Yoga-Teilnehmern durch das achtwöchige Training etwas an die Hand zu geben, womit sie den Stress reduzieren können", so Gothe. Die Forscher schränken ein, dass die Untersuchung nur acht Wochen lang ging und daher weitere Forschung nötig sei, um die Ergebnisse zu bestätigen und die zugrunde liegenden Mechanismen im Gehirn zu verstehen.

JW

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Forschung

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Mit Raumtemperatur gegen Übergewicht

Ein Wechsel zwischen Kälte und Wärme beeinflusst den Stoffwechsel positiv.

5 Tipps für Wirkstoffpflaster

Ein Apotheker erklärt die Tücken von Nikotin-, Hormon- und Schmerzpflastern.

Ab 50: Sport stärkt das Hirn

Eine Kombination aus Ausdauer- plus Krafttraining scheint günstig zu sein.

Führt Cannabis-Konsum zu Psychosen?

Forscher sind dieser gängigen Annahme auf den Grund gegangen.

Gängige Pille drückt die Stimmung

Eine der häufigsten Wirkstoffkombinationen zur Verhütung scheint die Lebensqualität zu senken.

Herzinfarktform, die eher Jüngere betrifft

Die spontane Koronardissektion tritt häufiger bei Frauen auf.

Ständig laufende Nase durch dreckige Luft

US-Forscher zeigen, welche Prozesse Feinstaub in Nase und Nebenhöhlen auslöst.

Viele Kinder schlafen im Bett der Eltern

Nicht nur Babys: Das setzt sich teilweise bis ins Teenager-Alter fort.

Migräne: Welche Rolle spielt das Gewicht?

Forscher haben analysiert, ob Unter- oder Übergewicht das Risiko erhöht.

Frische Früchte beugen Diabetes vor

Auch Diabetiker profitieren, wenn sie regelmäßig Obst essen.

Vor dem Sport essen oder nicht?

Wer abnehmen möchte, verzichtet vor dem Training besser auf eine Mahlzeit.

Virus führt zu Gluten-Unverträglichkeit

Ein bisher für harmlos gehaltenes Virus könnte die Autoimmunkrankheit Zöliakie auslösen.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen