Sie sind in: Startseite Aktuelles Forschung Eltern: Ohren auf, wenn Babys brabbeln

Aktuelles

Nahaufnahme: Vater und Baby strahlen sich an

Auf das Brabbeln von Babys einzugehen fördert deren Sprachentwicklung.
© athomass - Fotolia

Sa. 30. August 2014

Eltern: Ohren auf, wenn Babys brabbeln

Eine US-Studie zeigt: Auch Babys wollen ernst genommen werden. Wenn Eltern zu verstehen versuchen, was ihnen ihr Baby mit seinem Brabbeln mitteilen möchte und darauf eingehen, fördert dies die Sprachentwicklung des Kindes.

Anzeige

Auch wenn noch nichts zu verstehen ist: Hören Eltern ihrem Nachwuchs zu und antworten darauf, geben sie ihrem Baby das Gefühl, dass es kommunizieren kann. Dies führe dazu, dass die Kinder schon früher beginnen, komplexe Töne zu formen und Sprache zu benutzen, sagt die Psychologin Julie Gros-Louis von der University of Iowa, USA. Die in der Fachzeitschrift Infancy veröffentlichten Ergebnisse widersprechen der Annahme, dass die menschliche Fähigkeit der Kommunikation angeboren ist und nicht durch elterliches Feedback beeinflusst werden kann. Die Forscher glauben vielmehr, dass Eltern, die bewusst auf das Gebrabbel ihres Sprösslings eingehen, damit das Sprachenlernen beschleunigen können.

Die Wissenschaftler hatten 12 Mütter mit ihren acht Monate alten Kindern zweimal pro Monat während einer halben Stunde freien Spielens beobachtet. Über ein halbes Jahr hinweg verfolgten sie, wie die Mütter auf positive Äußerungen ihrer Kinder eingingen und was dies bei den Kindern bewirkte.

"Ausschlaggebend ist nicht, dass die Eltern auf das Kind reagieren, sondern wie sie auf ihr Kind eingehen", sagt Gros-Louis. So machten Kinder, deren Mütter darauf reagierten, was das Kind ihrer Vermutung nach hatte mitteilen wollen, bei der Vokalisation von Konsonanten und Vokalen schnellere Fortschritte. Das Gebrabbel hörte sich also schon eher nach Wörtern an. Außerdem richteten die Kleinkinder ihre Kommunikation häufiger gezielt in Richtung der Mutter, berichten die Forscher. Versuchten Mütter sich dagegen weniger in ihren Nachwuchs hineinzuversetzen und lenkten stattdessen die Aufmerksamkeit ihrer Kinder zeitweise auf andere Dinge, nahmen Kommunikations- und Sprachfähigkeiten der Kinder im Vergleich langsamer zu.

HH

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Forschung

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Parodontitis deutet auf Diabetes hin

Je schwerer die Entzündung, desto höher ist das Risiko für die Zuckerkrankheit.

Was bringt eine Testosteron-Therapie?

Forscher warnen: Dem Nutzen stehen auch Risiken gegenüber.

Fettes Essen schadet dem Körper sofort

Schon eine fettreiche Mahlzeit verändert den Zuckerstoffwechsel.

Was schützt wirklich vor Mückenstichen?

Forscher haben diverse Produkte zur Insektenabwehr getestet.

Malaria-Impfstoff erfolgreich getestet

Ein Impfstoff mit lebendigen Erregern verspricht einen vollständigen Schutz.

Vitamin D schützt vor Erkältung und Grippe

Eine regelmäßige Einnahme halbiert das Risiko für einen akuten Atemwegsinfekt.

Immuntherapie: Zwei Jahre sind zu wenig

Eine länger andauernde Behandlung lindert Heuschnupfen-Symptome besser.

Mittelmeerkost schützt das Herz

Vor allem eine Extraportion Olivenöl wirkt sich positiv auf die Gesundheit aus.

Fischöl hilft bei allergischem Asthma

Für den positiven Effekt sind die Omega-3-Fettsäuren verantwortlich.

Sorgen Entzündungen für Depressionen?

Forscher haben einen neuen Ansatz zur Behandlung von Depressionen gefunden.

Woher kommen die Rückenschmerzen?

Durch einige Hinweise lässt sich eingrenzen, wo die Ursache für die Schmerzen liegt.

Warum Nüsse vor Darmkrebs schützen

Fünf Nusssorten haben eine besonders gesundheitsfördernde Wirkung.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen