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Porträtfoto weißhaariger Mann, gelbes Poloshirt, linker Elenbogen auf Tisch gestützt, Hand am Gesicht, Weißwein und Buch vor sich, Laubbaum hinter sich, blickt leicht nach oben ins Off

Moderater Weinkonsum kann das Herz schützen - allerdings nur, wenn man ausreichend Sport treibt.
© aletia2011 - Fotolia

Di. 02. September 2014

Wein schützt Herz nur bei regelmäßiger Bewegung

Viele Studien deuten darauf hin, dass Wein – in Maßen genossen – dem Herzen guttun kann. Dies bestätigten nun auch tschechische Wissenschaftler in einer Studie. Allerdings fanden sie den positiven Herz-Effekt nur dann, wenn gleichzeitig auch regelmäßig Sport getrieben wurde.

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Eine positive Wirkung von rotem und weißem Wein zeigte sich nach einem Jahr nur bei Studienteilnehmern, die sich mindestens zweimal pro Woche sportlich betätigten, berichtete Professor Milos Taborsky jüngst auf dem Jahreskongress der Europäischen Gesellschaft für Kardiologie (ESC) im spanischen Barcelona. Bei jenen Teilnehmern stiegen die Werte für "gutes" HDL-Cholesterin an, und die Werte für "schlechtes" LDL-Cholesterin sowie für das Gesamtcholesterin nahmen ab. Diese Effekte schützen die Gefäße und können so Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorbeugen. Ohne regelmäßige Bewegung beeinflusste mäßiges Weintrinken, egal ob es sich dabei um Weiß- oder Rotwein handelte, die Cholesterinwerte dagegen nicht. "Es könnte sein, dass es zwischen geringen Mengen an Ethylalkohol aus dem Wein und Sport Synergieeffekte gibt, die vor Herz-Krankheiten schützen könnten", sagte Taborsky.

Für die Studie hatten 146 Studienteilnehmer mit leichtem oder mäßig hohem Risiko für eine Herz-Kreislauf-Erkrankung über ein Jahr regelmäßig entweder einem in Tschechien angebauten Weißwein (Chardonnay-Pinot) oder einem Rotwein (Pinot Noir) zugesprochen. Die konsumierten Mengen waren moderat, was nach der Definition der Weltgesundheitsorganisation 0,2 Liter für Frauen und 0,3 Liter für Männer an höchstens fünf Tagen pro Woche entspricht. Das ganze Jahr über hielten die Studienteilnehmer in einem Tagebuch fest, wie viel Wein oder andere Alkoholika sie tranken, welche Medikamente sie einnahmen und welche Art von Sport sie trieben.

HH

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