Sie sind in: Startseite Aktuelles Forschung Sexualhormone zeigen Herztod-Risiko

Aktuelles

Portraitfoto (Brustbild): Mann (ca. Mitte/Ende 60), schlank, grauhaarig, graues Poloshirt, freundlich in die Kamera blickend, Hintergrund schemenhaft Parklandschaft

Männer mit einem hohen Testosteronspiegel scheinen weniger gefährdet zu sein, einen plötzlichen Herztod zu erleiden.
© rasstock - Fotolia

Sa. 06. September 2014

Sexualhormone weisen auf Gefahr für plötzlichen Herztod hin

Tritt der plötzliche Herztod ein, geschieht dies meist ohne Vorwarnung und in Sekundenschnelle. Um vorbeugen zu können, suchen Forscher schon länger nach Vorboten, die auf eine erhöhte Gefährdung hinweisen. Einen solchen Hinweis könnten Sexualhormone im Blut liefern, wie aus einer aktuellen US-Studie hervorgeht.

Anzeige

In ihrer Studie fanden die Forscher einen Zusammenhang zwischen dem plötzlichen Herzversagen, das nur fünf Prozent der Betroffenen überleben, und der Menge an Sexualhormonen, die im Blut nachweisbar waren. Das Team unter der Leitung von Sumeet Chugh vom Cedars Sinai Medical Center in Los Angeles hatte den Hormonspiegel im Blut von knapp 150 Personen mit plötzlichem Herzstillstand untersucht und mit dem Blut der gleichen Anzahl gesunder Personen verglichen.

Das Ergebnis: Der Testosteronspiegel war bei Männern, die einen plötzlichen Herzstillstand erlitten hatten, deutlich niedriger als bei Männern, deren Herz normal funktioniert. Bei Betroffenen lag die Menge bei 4,4 Nanogramm pro Milliliter, bei Gesunden bei 5,4 Nanogramm pro Milliliter, berichten die Herzforscher online in der Fachzeitschrift Heart Rhythm. Bei einem der wichtigsten weiblichen Sexualhormone, dem Östradiol, standen dagegen höhere Mengen mit dem Herzversagen in Zusammenhang. Dies galt für Männer wie für Frauen. Durch eine Messung des Hormonspiegels könnte es demzufolge möglich sein, Menschen mit erhöhtem Risiko zu identifizieren, so die Forscher.

"Die Ergebnisse müssen in weiteren Studien noch bestätigt werden", sagt Herzexperte Chugh. Trotzdem deute vieles darauf hin, dass ein höherer Testosteronspiegel Männer unter Umständen vor dem plötzlichen Herztod schützen könnte. Gleiches könnte für einen niedrigeren Östradiolspiegel bei Männern und Frauen gelten.

HH

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Forschung

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Demenzrisiko zeichnet sich früh ab

Gewisse Faktoren wie Übergewicht wirken sich schon bei Teenagern auf das Risiko für Demenz aus.

Der Ursprung von SARS-CoV-2

Das Virus zirkuliert offenbar schon seit Jahrzehnten unbemerkt in Fledermäusen.

Grippeimpfung gegen Alzheimer

Gewisse Impfungen schützen nicht nur vor Infektionen, sondern eventuell auch vor Alzheimer.

Antikörper könnten Fehlgeburt auslösen

Forscher wollen ein Medikament entwickeln, um diesen Antikörper zu hemmen.

Was essen bei zu hohem Blutdruck?

Ein wenig Fleisch und Milchprodukte schaden nicht, wie eine neue Studie zeigt.

Wer glücklich ist, wird seltener krank

Eine aktuelle Studie zeigt: Zufriedene Menschen sind seltener krankgeschrieben.

Schwangerschaft ist keine Schonzeit

Ärzte raten Schwangeren, sich täglich mindestens eine halbe Stunde zu bewegen.

Pflanzliches Eiweiß verlängert das Leben

Je häufiger Hülsenfrüchte, Nüsse & Co auf dem Speiseplan stehen, desto besser.

Fasten bei Brustkrebs-Therapie

Medikamente könnten besser wirken, wenn Frauen eine Fasten-ähnliche Diät befolgen.

Neuer Bluttest erkennt Krebs früher

Großer Zeitgewinn: Bis zu 4 Jahre eher als bisher ließe sich damit Krebs aufspüren.

Mit Krebsmedikament gegen Alzheimer

Schon eine niedrige Dosis konnte vielversprechende Ergebnisse in der Behandlung erzielen.

Eisen: Schlüssel für ein langes Leben?

Eine lange Lebensdauer scheint mit Genen zusammenzuhängen, die mit dem Eisenstoffwechsel zu tun haben.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen