Sie sind in: Startseite Aktuelles Forschung Appetit zeigt, wie gesund Senioren sind

Aktuelles

Seniorenpaar isst zu Mittag und strahlt sich an

Senioren mit gesundem Appetit scheinen auch sonst gesund zu sein.
© Monkey Business - Fotolia

Fr. 12. September 2014

Senioren: Fehlender Appetit schadet der Gesundheit

Mit fortschreitendem Alter geht bei vielen Menschen oft die Lust am Essen zurück. Mit dem Appetit schwindet häufig jedoch auch die Gesundheit und der Tod rückt näher, wie ein Forscherteam aus Taiwan und Australien jetzt zeigen konnte. Ein Verlauf, dem sich mit einer einfachen Frage zum Appetit gegensteuern ließe.

Anzeige

Ältere Menschen mit mäßigem oder schlechtem Appetit, ernährten sich weniger abwechslungsreich. Sie nahmen dadurch weniger Kalorien, Proteine, Vitamine und andere Nährstoffe zu sich und starben eher. Das berichten die Forscher im Fachblatt Appetite. In ihrer Studie hatten sie Daten von mehr als 1.800 Taiwanesen über 65 analysiert. Der Appetit sei, zumindest in ihrer Studie, ein verlässlicher Vorhersagefaktor für die Sterblichkeit. Das bedeute aber nicht, dass fehlender Appetit zum Tod führe, so die Forscher. Vielmehr sei dies die Folge der ungesunden Ernährung, die daraus resultiere. Durch die Frage nach dem Appetit eröffne sich daher die Möglichkeit, einer negativen Entwicklung vorzubeugen und frühzeitig mit helfenden Maßnahmen einzuschreiten.

"Appetit gilt allgemein als einer der wichtigsten Hinweise auf die Gesundheit", sagt der Leiter des Forschungsteams Mark Wahlqvist. Doch mit dem Appetit ist es so eine Sache: Mit zunehmendem Alter summieren sich oft die Faktoren, die sich auf die Lust am Essen negativ auswirken. Probleme mit dem Kauen, der körperliche Abbau oder Nebenwirkungen von Medikamenten könnten den Spaß daran ebenso vermiesen, wie Einsamkeit und Depressionen, verdeutlicht der Professor im Ruhestand.

HH

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Forschung

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Lügensignale können trügen

Körpersignale, die auf Lügen hindeuten können, sind weit weniger eindeutig als oft gedacht.

5 Punkte, die vor Darmkrebs schützen

Jeder kann sein Darmkrebsrisiko senken, indem er auf einen gesunden Lebensstil achtet.

Kinder: Einmal dick, immer dick?

Kinder, die mit 3 Jahren schon zu viel wiegen, werden später nicht mehr schlank.

Kommt ein Mittel gegen Zöliakie?

Schon bald könnte es ein Präparat geben, das bei Glutenunverträglichkeit hilft.

Psyche: Macht die Uni krank?

Viele Studenten sind gestresst und erschöpft. Frauen leiden besonders unter dem wachsenden Druck.

Diese 5 Lebensmittel senken den Blutzucker

Gewisse Lebensmittel und Gewürze halten den Blutzucker in Schach.

Fluorchinolone bergen große Risiken

Gewisse Antibiotika können schwere und langanhaltende Nebenwirkungen verursachen.

Fibromyalgie: Was ist die Ursache?

Entzündungen im Gehirn könnten für die Schmerzkrankheit verantwortlich sein.

Sterben oder mit HIV leben?

In Südafrika standen Ärzte vor der Entscheidung, einem todkranken Kind die Leber der HIV-positiven Mutter zu übertragen.

Jede zweite Frau erkrankt neurologisch

Demenz, Parkinson oder Schlaganfall: Eine dieser Krankheiten trifft die Hälfte aller Frauen.

Milchprotein hilft bei Chemotherapie

Lactoferrin mildert den metallischen Geschmack, der oft Nebenwirkung einer Chemo ist.

Warum Frauen in die Menopause kommen

Forscher haben eine neue Theorie dazu entwickelt.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen