Sie sind in: Startseite Aktuelles Forschung Ebola-Gefahr in Europa zurzeit gering

Aktuelles

Schaubild der Ebola Verbreitungswege von Afrika in verschiedene Kontinente

Viele Verkehrswege, über die sich das Ebola-Virus über den Erdball ausbreiten kann, führen über Nigeria.
© Gomes et al. / PLoS One

Sa. 13. September 2014

Ebola-Gefahr in Deutschland momentan gering

Die unvermindert andauernde Ebola-Epidemie in Westafrika wirft die Frage auf, wie wahrscheinlich eine Ausbreitung der Infektion in andere Länder und Kontinente ist. Wissenschaftler aus den USA haben das nun anhand eines Computermodells auch für Deutschland und andere europäische Länder errechnet.

Anzeige

Die Wahrscheinlichkeit, dass sich das Ebola-Virus in den nächsten ein bis zwei Wochen von Westafrika aus international verbreitet, sei zwar klein, aber trotzdem vorhanden, schreiben die Forscher von der Northwestern University in Boston im online Fachmagazin PLoS One. Für Deutschland ergab die Auswertung eine Wahrscheinlichkeit von unter 5 Prozent, dass in diesem Zeitraum ein an Ebola Erkrankter ins Land gelangt. Für die anderen betrachteten europäischen Länder Frankreich und Belgien sah es ähnlich aus. Nur für Großbritannien lag der Wert mit 25 Prozent deutlich höher. Diese Werte könnten noch steigen, wenn die Erkrankungszahlen in Afrika weiterhin zunehmen. Noch sehen die Experten die Lage jedoch entspannt, denn sie gehen davon aus, dass solche Einzelfälle schnell erkannt und die Erkrankung unter Kontrolle gehalten werden könne.

Für das Ergebnis betrachtete das Programm die Erkrankungszahlen bis Ende August in den Ländern Guinea, Sierra Leone und Liberia, in denen das Ebola-Virus zuerst auftrat, die Luftverkehrsverbindungen aus der Region in andere Länder sowie die Bevölkerungsdichte der verschiedenen Gebiete. Die Forscher setzten voraus, dass sich das Virus weiterhin mit gleich hoher Geschwindigkeit verbreitet. Die betroffenen westafrikanischen Länder pflegen traditionell relativ enge Verbindungen zu europäischen Staaten.

RF

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Forschung

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

5 Punkte, die vor Darmkrebs schützen

Jeder kann sein Darmkrebsrisiko senken, indem er auf einen gesunden Lebensstil achtet.

Kinder: Einmal dick, immer dick?

Kinder, die mit 3 Jahren schon zu viel wiegen, werden später nicht mehr schlank.

Kommt ein Mittel gegen Zöliakie?

Schon bald könnte es ein Präparat geben, das bei Glutenunverträglichkeit hilft.

Psyche: Macht die Uni krank?

Viele Studenten sind gestresst und erschöpft. Frauen leiden besonders unter dem wachsenden Druck.

Diese 5 Lebensmittel senken den Blutzucker

Gewisse Lebensmittel und Gewürze halten den Blutzucker in Schach.

Fluorchinolone bergen große Risiken

Gewisse Antibiotika können schwere und langanhaltende Nebenwirkungen verursachen.

Fibromyalgie: Was ist die Ursache?

Entzündungen im Gehirn könnten für die Schmerzkrankheit verantwortlich sein.

Sterben oder mit HIV leben?

In Südafrika standen Ärzte vor der Entscheidung, einem todkranken Kind die Leber der HIV-positiven Mutter zu übertragen.

Jede zweite Frau erkrankt neurologisch

Demenz, Parkinson oder Schlaganfall: Eine dieser Krankheiten trifft die Hälfte aller Frauen.

Milchprotein hilft bei Chemotherapie

Lactoferrin mildert den metallischen Geschmack, der oft Nebenwirkung einer Chemo ist.

Warum Frauen in die Menopause kommen

Forscher haben eine neue Theorie dazu entwickelt.

Schützt die Pille vor Eierstockkrebs?

Auch neuere Präparate scheinen das Risiko bei jungen Frauen zu senken.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen