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Junge Frau im psychotherapeutischen Gespräch, Therapeutin am linken Bildrand hinten seitlich, etwas schemenhaft

Eine besondere Form der Gesprächstherapie hilft Menschen mit einer sozialen Phobie am besten, ihre Ängste zu überwinden und wieder am sozialen Leben teilzunehmen.
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Fr. 26. September 2014

Angst: Verhaltenstherapie besser als Medikamente

Soziale Phobien – eine Form der Angststörung – werden häufig mit Antidepressiva behandelt. Diese Mittel können durchaus effektiv sein, berichten Forscher aus Großbritannien und USA, die in einer Studie den Erfolg verschiedener Behandlungsmethoden verglichen hatten. Noch besser geeignet sei jedoch eine spezielle Form der Verhaltenstherapie.

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Experten schätzen, dass mehr als jeder Zehnte an einer sozialen Phobie leidet. Darunter versteht man die Angst, sich in öffentlichen Situationen, zum Beispiel bei einer Rede oder einem Vortrag, auf einer Feier oder in einem Gespräch mit Kollegen oder Freunden, falsch oder peinlich zu verhalten und von anderen negativ beurteilt zu werden. Dies kann dazu führen, dass sich Betroffene komplett zurückziehen und den Kontakt zu anderen meiden. "Es ist mehr als nur Schüchternheit", sagt Studienleiter Dr. Evan Mayo-Wilson. Die Angst kann das Leben der Betroffenen stark einschränken, zum Beispiel wenn Freundschaften abgebrochen werden oder eine berufliche Beförderung ausgeschlagen wird, weil sie mehr Auseinandersetzung mit anderen erfordern würde.

Im Rahmen einer Übersichtsarbeit, in die Daten aus 101 klinischen Studien eingegangen waren, kamen die Wissenschaftler nun zu folgendem Schluss: Die sogenannte kognitive Verhaltenstherapie, die sich mit den Gedanken, Gefühlen und Verhaltensweisen einer Person beschäftigt, hilft betroffenen Menschen am besten, ihre Angst zu überwinden und wieder am sozialen Leben teilzunehmen. Zwar könnten auch gängige Antidepressiva, die sogenannten selektiven Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer (SSRI), bei dieser Form der Angststörung helfen. Anders als Medikamente sei die kognitive Verhaltenstherapie aber nicht nur wirksam, sondern auch nebenwirkungsfrei und ihre positive Wirkung könne noch lange nach Beenden der Therapie anhalten. Medikamente seien durchaus wichtig, betonen die Forscher. Aufgrund ihrer Ergebnisse empfehlen sie jedoch, diese erst als Mittel der zweiten Wahl einzusetzen, wenn eine Verhaltenstherapie nicht helfe.

HH

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