Sie sind in: Startseite Aktuelles Forschung "Schweißfresser" gut für die Haut

Aktuelles

Portrait, lächelnde Frau, ca. Mitte 20, schöne Haut, Cremetupfen auf Wangen und Kinn, halbschräg am rechten Bildrand, linke nackte Schulter im Ansatz zu sehen, darauf rechte Hand, roter Frotteeturban

Eine gesunde Haut: lässt sich in Zukunft womöglich durch Pflegeprodukte mit schweißliebenden Bakterien erreichen.
© rico287 - Fotolia

Di. 30. September 2014

Schweißliebende Bakterien verbessern den Hautzustand

Die Bakterienart Nitrosomonas eutropha, die sich unter anderem von Schweiß ernährt, kann die Gesundheit der Haut positiv beeinflussen. Dieses Studienergebnis haben US-Forscher auf einer Konferenz der American Society of Microbiology in Washington präsentiert.

Anzeige

Sie hatten 24 Freiwillige eine Woche lang entweder eine Suspension mit lebenden Nitrosomonas-Bakterien oder ohne diese Bakterien auf Gesicht und Kopfhaut auftragen lassen. Im Anschluss berichteten diejenigen, die die Bakterien-Suspension verwendet hatten, von einer Verbesserung ihres Hautzustandes. Wie die Forscher feststellen konnten, waren die Bakterien bei fast einem Drittel dieser Testpersonen auch zwei Wochen nach dem Aufbringen noch nachweisbar. Trotz der kleinen Teilnehmerzahl habe sich gezeigt, dass der Hautzustand umso besser war, je mehr Bakterien nachweisbar waren, berichten die Forscher. Dies und die Tatsache, dass die oberflächliche Anwendung keine negativen Auswirkungen hatte, mache Nitrosomonas-Bakterien für weitere Studien interessant. In einem nächsten Schritt wollen die Forscher nun das therapeutische Potenzial der Bakterien bei Akne oder chronischen Wunden untersuchen.

Nitrosomonas eutropha habe die Eigenschaft, Ammoniak – ein Hauptbestandteil von Schweiß – in Nitrit umzuwandeln. Dies könnte der Grund sein, warum sie der menschlichen Haut guttun, so die Forscher. Nitrit und Stickstoffmonoxid, die durch die Umwandlung von Ammoniak entstehen, spielten für die physiologische Funktion der Haut eine wichtige Rolle, etwa bei Entzündungen, der Entspannung der Blutgefäße oder der Wundheilung, erläutern die Wissenschaftler. Darüber hinaus könnten sich die Bakterien positiv auf das Hautmilieu auswirken, indem sie es etwas saurer machen, also den Haut-pH senken.

HH

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Forschung

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Neuer Wirkstoff senkt hohes Cholesterin

Bempedosäure könnte Patienten helfen, die keine Statine vertragen.

Psychische Probleme bei Jüngeren steigen

Experten führen das auf die vermehrte Nutzung von digitalen Medien zurück.

Zu viel Hygiene fördert Resistenzen

In sehr sterilen Umgebungen bilden sich resistente Keime eher.

Schwanger: Jede Zigarette ist riskant

Während und kurz vor der Schwangerschaft zu rauchen, erhöht das Risiko für einen plötzlichen Kindstod.

Schönheitsoperationen werden beliebter

Vor allem Brustvergrößerungen und Fettabsaugungen werden immer häufiger durchgeführt.

Neue Therapie bei Darmentzündungen?

Die Behandlung könnte vor allem Personen mit schweren Symptomen helfen.

Tripper: Wenn Antibiotika versagen

In Europa werden häufiger Erreger gefunden, gegen die gängige Antibiotika nicht mehr helfen.

Mehr Snacks wegen Social Media?

Instagram & Co wirken sich offenbar auf das Essverhalten von Teenagern aus.

HIV: Patient nach Behandlung virenfrei

Ärzte hatten zuvor eine Stammzellentransplantation durchgeführt.

Schlaganfall: Höheres Gewicht hat Vorteile

Wer mehr Kilos auf die Waage bringt, überlebt einem Schlaganfall offenbar eher.

Obst und Gemüse tun der Psyche gut

Je mehr davon täglich auf dem Speiseplan steht, desto wohler fühlen wir uns.

Das Herz erkrankt selten an Krebs

Andere Organe sind deutlich anfälliger. Warum das so ist, erklärt ein Experte.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen