Sie sind in: Startseite Aktuelles Forschung Asthma: schlechte Luft meiden

Aktuelles

Junge Frau fährt mit dem Fahrrad einen Feldweg entlang; im Hintergrund ein Rapsfeld und Windräder

Allein den Weg zur Arbeit zu ändern, kann unter Umständen schon zu einer Besserung von Asthma-Symptomen führen.
© Baumeister - Fotolia

Do. 02. Oktober 2014

Asthma: schlechter Luft aus dem Weg gehen

Dass Luftverschmutzung Asthma-Symptome verschlimmern kann, ist bekannt. In manchen Fällen lässt sich allerdings beeinflussen, wie viel schlechte Luft eingeatmet wird. US-Lungenexperten raten Betroffenen daher, ihre Lebensgewohnheiten einmal genauer unter die Lupe zu nehmen.

Anzeige

Zum Beispiel den Weg zur Arbeit. Dieser war es offenbar, durch den sich die Asthma-Symptome einer Frau verschlechtertet hatten, deren Fall in der Fachzeitschrift des American College of Allergy, Asthma and Immunology (ACAAI) geschildert wird. Die Asthma-Patientin war kurz zuvor aus einer ländlichen Gegend in eine Stadt gezogen und fuhr auch dort gerne mit dem Fahrrad zur Arbeit. Nachdem sie gemeinsam mit ihrem behandelnden Arzt ihren neuen Arbeitsweg analysiert hatte, wurde klar, dass 70 Prozent ihrer Route in der Nähe stark befahrener Straßen verlief. Ihr Arzt empfahl ihr einen alternativen Weg, mit dem sie sich besonders verkehrsreichen Straßen nur in 15 Prozent der Zeit auf weniger als 300 Meter näherte. Mit Erfolg: Nach einem Monat hatten sich ihre Asthma-Beschwerden deutlich verbessert.

"Es ist bekannt, dass das Auftreten von Asthma-Symptomen mit der Luftverschmutzung zusammenhängt", sagt der Lungenarzt Dr. Chris Carlsten, einer der Autoren des Fallreports. An der Luftverschmutzung selbst, wie hier durch den Verkehr, ließe sich vielleicht nicht viel ändern. Doch zeige das Beispiel deutlich, dass manchmal eine Änderung von Alltagsroutinen helfen könne, schlechter Luft aus dem Weg zu gehen, so Carlsten. Der ACAAI-Präsident und Allergologe Michael Foggs pflichtet ihm bei und betont, dass Menschen mit Asthma alles, von dem sie denken, es könnte ihre Atemwegsbeschwerden verschlimmern, mit ihrem Arzt besprechen sollten.

HH

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Forschung

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Studenten: Blutdruck messen mangelhaft

Angehende Ärzte zeigten in einer US-Studie deutliche Lücken beim Messen des Blutdrucks.

Viele Schüler leiden an Wochenend-Jet-Lag

Montag früh kommt das böse bzw. viel zu frühe Erwachen zu Schulbeginn.

Psychische Probleme bei Jugendlichen

Wann bei der Behandlung psychischer Erkrankungen Placebos besser helfen als Antidepressiva.

Schlechte Zähne werden nicht vererbt

Forscher haben geprüft, was am stärksten die Zahngesundheit beeinflusst.

Mehr Knochenbrüche bei Diabetikern

Ein Detail im Aufbau ihrer Knochen ist offenbar gestört und schwächt die Struktur insgesamt.

Tattoo-Farbe wirkt wie Nanopartikel

Kleinste Farbteilchen können bis in die Lymphknoten wandern - mit unklarem Effekt.

Hepatitis: Jährlich 1,34 Millionen Tote

Damit ist Hepatitis tödlicher als HIV, Malaria und Tuberkulose.

Gibt es "gesundes Übergewicht"?

Übergewicht schadet der Gesundheit - auch, wenn der Stoffwechsel noch gesund ist.

Das Geheimnis, erfolgreich zu sein

Britische Forscher haben die Zutaten für eine gute persönliche Entwicklung ermittelt.

Neuer Hefepilz breitet sich aus

Vor allem für Schwerkranke kann eine Infektion mit Candida auris gefährlich werden.

Test für chronische Bronchitis rückt näher

Einen Hinweis liefert die Zusammensetzung des abgehusteten Schleims.

Größe beeinflusst Thrombose-Risiko

Mit zunehmender Körpergröße steigt die Gefahr für Blutgerinnsel in den Venen.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen