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Junge Ärztin misst bei älterer Dame den Blutdruck

Das erklärte Ziel einer Bluthochdruck-Behandlung – das Absenken des Blutdrucks unter die Grenze von 140/90 mmHg – erreichen Frauen seltener.
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Do. 16. Oktober 2014

Bluthochdruck: Frauen werden anders behandelt als Männer

Werden Frauen wegen Bluthochdruck behandelt, erhalten sie oft andere Medikamente als Männer und erreichen seltener den Zielblutdruck. Zu diesem Ergebnis kommt eine schwedische Medizinerin.

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Charlotta Ljungman von der Universität Göteborg hat in ihrer Doktorarbeit über 40.000 Patientendaten verglichen. Das Ergebnis: Hausärzte verschreiben Frauen mit zu hohem Blutdruck häufiger Medikamente, die den Blutdruck über eine gesteigerte Ausscheidung von Wasser und Kochsalz senken. Männer erhielten als Blutdrucksenker dagegen häufiger ACE-Hemmer, berichtet Ljungman. Dies seien Medikamente, die für Patienten mit zu hohem Blutdruck und Zuckerkrankheit international empfohlen würden. Außerdem erreichten Frauen das erklärte Ziel einer Bluthochdruck-Behandlung – das Absenken des Blutdrucks unter die Grenze von 140/90 mmHg – weniger oft. Den Zielblutdruck zu erreichen, sei jedoch das Wichtigste bei einer Bluthochdruck-Therapie, so die Medizinerin.

Warum Frauen eher mit anderen Medikamenten behandelt werden als Männer ist unklar. Dass Frauen das Therapieziel seltener erreichen, könnte jedoch mit dem Alter zusammenhängen, glaubt Ljungman. Bei Frauen trete Bluthochdruck im Allgemeinen erst später auf als bei Männern. "Für die Therapie sollte das allerdings keinen Unterschied machen", sagt die Medizinerin. Wie frühere Studien gezeigt hätten, profitierten auch ältere Bluthochdruck-Patienten erheblich von einer blutdrucksenkenden Behandlung, nicht zuletzt um Folgeprobleme wie Schlaganfall oder Herzschwäche zu vermeiden. Da Frauen weniger häufig unter Herz-Kreislauf-Erkrankungen leiden und daran sterben, werde ihre Gefahr, daran zu erkranken, aber oft unterschätzt, glaubt Ljungman.

HH

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