Sie sind in: Startseite Aktuelles Forschung Nierensteine erhöhen Knochenbruchrisiko

Aktuelles

Frontalfoto, junge Frau schaut auf linken, angewinkelten, eingegipsten Arm (blauer Verband)

Jüngere Frauen, die unter einem Nierenstein litten, haben später ein deutlich höheres Risiko für Knochenbrüche als ältere Nierenstein-Patientinnen.
© drubig-photo - Fotolia

Sa. 25. Oktober 2014

Nierensteine erhöhen das Risiko für einen Knochenbruch

Patienten mit Nierensteinen haben ein hohes Risiko, später einen Knochenbruch zu erleiden. Das ergab eine US-amerikanische Studie. In der Nachsorge des Steinleidens könnte zukünftig die Vorsorge von Brüchen eine wichtige Rolle einnehmen.

Anzeige

Innerhalb von knapp fünf Jahren nach der Diagnose von Nierensteinen stieg das Knochenbruchrisiko bei Männern um durchschnittlich 10 Prozent an. Dabei wiesen Jugendliche mit 55 Prozent das höchste Risiko auf. Bei Frauen zwischen 20 und 70 Jahren erhöhte sich das Risiko um 17 bis 52 Prozent. Auch hier lagen die jüngeren Frauen deutlich vor den älteren. Die Risikoerhöhung betraf die Knochen des gesamten Körpers. Es gab dabei also keine speziell gefährdeten Extremitäten oder Körperregionen.

Die Forscher führen das höhere Risiko der Nierenstein-Patienten darauf zurück, dass diese eine geringere Knochendichte aufweisen, wodurch die Knochenstruktur geschwächt ist. "Diese Risikoerhöhung hat große Bedeutung für die Gesundheitsvorsorge", sagte Studienleiterin Dr. Michelle Denburg von der University of Pennsylvania in Pittsburgh. In Zukunft könne man bei diesen Patienten vorbeugend eingreifen, um einen Knochenbruch möglichst zu verhindern. Für ihre Studie wertete die Ärztin die Daten von über 51.000 Nierenstein-Patienten aus, die sie mit Daten von über 500.000 Menschen ohne Steinleiden verglich.

RF

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Forschung

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Cannabidiol als Antibiotikum entdeckt

Die Substanz, die aus Cannabis gewonnen wird, wirkt sogar gegen resistente Bakterien.

Angst vor Essen macht krank

Wer viele Nahrungsmittel meidet, hat ein höheres Risiko für diverse Krankheiten.

Mit Joghurt gegen Darmkrebs

Schon zwei Portionen pro Woche könnten das Risiko deutlich senken.

Postnatale Depression betrifft auch Männer

Nicht nur Frauen können nach der Geburt ihres Kindes in ein Stimmungstief fallen.

Blutdrucksenker gegen Alzheimer?

Der Wirkstoff Nilvadipin verbessert offenbar die Hirndurchblutung.

Hautkrebs-Diagnose durch Computer?

Künstliche Intelligenz schlägt Ärzte bei der Diagnose von Hautkrebs.

Teenager: Machen Videospiele dick?

Forscher sind zu einem überraschenden Ergebnis gekommen.

Tropische Zecken haben überwintert

Die Hyalomma-Zecke wurde in den vergangenen Tagen wieder in Deutschland gesichtet.

Wenig Obst und Gemüse macht krank

Falsche Ernährung könnte jährlich für Millionen Todesfälle verantwortlich sein.

DNA-Roboter bekämpfen Brustkrebs

Die Nanoroboter sind dazu in der Lage, Brustkrebszellen im Körper abzutöten.

Ist die menschliche Ausdauer begrenzt?

Eine Studie zeigt, warum Sportler nicht ständig neue Rekorde brechen können.

Alzheimer vorbeugen durch Zähneputzen

Offenbar besteht ein Zusammenhang zwischen Alzheimer und Zahnfleischerkrankungen.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen