Sie sind in: Startseite Aktuelles Forschung Kinder lindern Hitzewallungen

Aktuelles

Im Freien: Attraktive Frau auf einem Gartenstuhl/Liegestuhl, um die 60, graues, zurückgebundenes Haar, auf dem Schoß ein Mädchen, ca. 6 Jahre alt. Frau zeigt ihr etwas auf dem Smartphone

Enkel lieben es, wenn die Oma etwas mit ihnen spielt. Im Gegenzug scheint das auch den Großmüttern gesundheitliche Vorteile zu bringen.
© goodluz - Fotolia

Mi. 29. Oktober 2014

Kinder im Haus lindern Wechseljahres-Beschwerden

Sich um jüngere Kinder zu kümmern, könnte Beschwerden, die mit den Wechseljahren einhergehen, verringern. Zu diesem ungewöhnlichen Ergebnis kommt eine Studie US-amerikanischer Forscherinnen, die auch zum Teil erklären könnte, warum in so vielen Kulturen Großmütter an der Betreuung der Enkel teilhaben.

Anzeige

Geringere Hitzewallungen, weniger Nachtschweiß: Solche unerwarteten Vorteile könnte das sogenannte "grandmothering", wie Wissenschaftler die Fürsorge durch Großmütter auf Englisch bezeichnen, für Frauen im fortgeschrittenen Alter mit sich bringen. Wie das Studienergebnis zeigte, litten Frauen, deren Eierstöcke durch einen chirurgischen Eingriff entfernt wurden und bei denen daraufhin die Menopause abrupt einsetzte, weniger unter Hitzewallungen und Nachschweiß, wenn jüngere Kinder in ihrem Haushalt lebten. Dies berichten die Wissenschaftlerinnen im Fachblatt Menopause. Dieser positive Effekt, der sich nur in Gegenwart von Kindern unter 13 Jahren bemerkbar machte, könnte einen entwicklungsgeschichtliches Mosaiksteinchen für die Antwort auf die Frage liefern, warum es in vielen Regionen der Erde üblich ist, dass sich Großmütter an der Betreuung der Kinder beteiligen, glauben die Forscherinnen.

Die Ergebnisse der Studie könnten natürlich nicht verallgemeinert werden, so Autorin Tierney Lorenz von der Indiana University Bloomington, insbesondere weil die Wechseljahre bei Frauen so extrem unterschiedlich ausfallen können. Einige Frauen hätten so gut wie keine Symptome, bei anderen seien die Beschwerden fast lähmend. Allerdings deute sich an, dass es sinnvoll sein könnte, in diesem Zusammenhang das Bindungshormon Oxitocin genauer unter die Lupe zu nehmen. Dieses Hormon, das mit der emotionalen Mutter-Kind-Bindung und der Fürsorge für den Nachwuchs in Verbindung stehe, wirke sich auf viele Körperbereiche aus und spiele auch bei der Temperatur-Regulation eine Rolle, so Lorenz. Zudem beeinflusse es zum Teil Stimmung und Schlafmuster, die sich während der Wechseljahre verschlechtern können.

HH

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Forschung

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Ab März gibt es Cannabis auf Rezept

Das neue Gesetz kommt vielen kranken Menschen sehr entgegen.

So kommen Frauen öfter zum Orgasmus

Frauen könnten beim Sex ähnlich häufig wie Männer zum Höhepunkt kommen.

Kinder: Lauf-Test deckt Herz-Risiko auf

Wem früh die Puste ausgeht, der ist im späteren Leben möglicherweise gefährdet.

Schnupfen-Sekret gibt Hinweis auf Erreger

Ein einfacher Test könnte zeigen, ob es sich um einen viralen oder bakteriellen Infekt handelt.

Parodontitis deutet auf Diabetes hin

Je schwerer die Entzündung, desto höher ist das Risiko für die Zuckerkrankheit.

Was bringt eine Testosteron-Therapie?

Forscher warnen: Dem Nutzen stehen auch Risiken gegenüber.

Fettes Essen schadet dem Körper sofort

Schon eine fettreiche Mahlzeit verändert den Zuckerstoffwechsel.

Was schützt wirklich vor Mückenstichen?

Forscher haben diverse Produkte zur Insektenabwehr getestet.

Malaria-Impfstoff erfolgreich getestet

Ein Impfstoff mit lebendigen Erregern verspricht einen vollständigen Schutz.

Vitamin D schützt vor Erkältung und Grippe

Eine regelmäßige Einnahme halbiert das Risiko für einen akuten Atemwegsinfekt.

Immuntherapie: Zwei Jahre sind zu wenig

Eine länger andauernde Behandlung lindert Heuschnupfen-Symptome besser.

Mittelmeerkost schützt das Herz

Vor allem eine Extraportion Olivenöl wirkt sich positiv auf die Gesundheit aus.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen