Sie sind in: Startseite Aktuelles Forschung Smartphones: weniger Bakterien als gedacht

Aktuelles

Frauenhände mit Smartphone

Smartphone-Touchscreens beherbergen weit weniger Bakterien als bisher angenommen.
© imagecore - Fotolia

Sa. 08. November 2014

Smartphones: weniger Bakterien als gedacht

Entgegen anders lautender Meldungen sind Smartphone-Touchscreens nur mäßig mit Bakterien belastet. Werden sie geputzt, ist die Zahl der Mikroorganismen sogar noch geringer. Zudem entspricht die Zusammensetzung dem typischen Bakterien-Mix, wie man ihn auf häuslichen oder öffentlichen Oberflächen findet. Das berichtet ein Forscherteam von der Hochschule Furtwangen.

Anzeige

Wissenschaftler um Professor Dr. Markus Egert bestimmten die durchschnittliche Gesamtkeimzahl auf den Touchscreens von Smartphones 60 zufällig ausgewählter Studenten. Das Ergebnis: Pro Quadratzentimeter fand sich lediglich ein Keim. Dies sind gut 100-mal weniger Mikroben als man auf der Hand oder auch auf dem Toilettensitz zu Hause findet. Wurden die Oberflächen – wie von den Smartphone-Herstellern empfohlen – trocken geputzt (mit sauberen Mikrofasertüchern), sank die Zahl der Bakterien um 80 Prozent. Die Forscher raten allerdings zu einer feuchten Reinigung mit alkoholischen Brillenputztüchern. Mit ihnen konnte die Keimzahl sogar um bis zu 96 Prozent reduziert werden.

Die große Mehrheit der identifizierten Bakterien waren typische Keime, wie sie von Haut, Mund und Lunge beherbergt werden, meist Vertreter der Bakterienarten Staphylococcus und Micrococcus. Allerdings wurden in der Studie auch potenzielle Krankheitserreger auf den Touchscreens entdeckt. So wurden z.B. – wenn auch in geringen Mengen – Fäkalbakterien wie Escherichia coli nachgewiesen. 50 Prozent der sicher identifizierten Arten gehörten zur Risikogruppe 2, das heißt sie gelten zwar als Krankheitserreger. Ihr Infektionsrisiko ist aber aufgrund von wirksamen Maßnahmen gering bzw. die von ihnen möglicherweise verursachte Infektionskrankheit hat nicht so ernste Folgen.

FH

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Forschung

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Nachtschichten sind krebserregend

Ein Expertengremium untermauert diesen Zusammenhang mit neuen Daten.

Schwangerschaft: Wie Stress das Baby prägt

Hat die werdende Mutter viel Stress, kann das beeinflussen, wie sich die Nerven ihres Babys entwickeln.

Alzheimer: Müdigkeit als erstes Symptom

Die Erkrankung beginnt oft mit Schlafbedürfnis, Forscher wissen jetzt auch, warum das so ist.

Gelenkflüssigkeit verursacht Schmerz

Arthrose-Patienten quält offenbar nicht allein der Verschleiß ihrer Gelenke.

Therapie gegen Ebola in Sicht

Eine Studie im Kongo verlief so gut, dass sie vorzeitig abgebrochen werden konnte.

Überlebensvorteil dank Tumor-Bakterien

Beim Krebs der Bauchspeicheldrüse scheinen bestimmte Keime eine wichtige Rolle zu spielen.

Schlechter Schlaf: Was hält uns wach?

Alkohol, Koffein, Nikotin - Forscher haben untersucht, welche Substanzen den Schlaf stören.

Krafttraining lindert Schaufensterkrankheit

Betroffene leiden beim Gehen oft unter heftigen krampfartigen Schmerzen.

Depression bei jungen Patienten behandeln

Eine aktuelle Studie zeigt, dass Psychotherapie besser hilft als Antidepressiva.

Tripper einfach aushungern?

Eine neue Therapie könnte eine Alternative zu Antibiotika sein, die immer häufiger versagen.

Psoriasis gefährdet auch die Psyche

Patienten mit Schuppenflechte leiden häufiger unter psychiatrischen Erkrankungen.

Weniger Hautkrebs durch Vitamin A

Wer durch Obst und Gemüse viel Vitamin A zu sich nimmt, erkrankt seltener an Hautkrebs.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen