Sie sind in: Startseite Aktuelles Forschung Hausarbeit beugt Parkinson vor

Aktuelles

Junge Frau putzt den Backofen.

Hausarbeit nützt nicht nur der Hygiene, sondern kann sogar das Risiko senken, an Parkinson zu erkranken.
© TrudiDesign - Fotolia

Mi. 19. November 2014

Hausarbeit beugt Parkinson vor

Wer Parkinson vorbeugen möchte, braucht Bewegung. Doch damit ist nicht unbedingt Freizeitsport gemeint. Schon moderate Alltagsaktivität reicht aus, das Risiko deutlich zu senken. Dies legt eine Studie aus Schweden nahe.

Anzeige

Zusammengefasst errechneten Karin Wirdefeldt und Kollegen vom Karolinska Institut in Stockholm ein um 45 Prozent geringeres Parkinson-Risiko für aktive Menschen. Vor allem Alltagstätigkeiten scheinen von Vorteil zu sein, schreiben die Forscher in der Fachzeitschrift Brain: A Journal of Neurology. Menschen, die im Haushalt oder beim Weg von und zur Arbeit mehr als sechs Stunden pro Woche körperlich aktiv waren, hatten ein um 43 Prozent geringeres Risiko, an Parkinson zu erkranken, als Personen, die weniger als zwei Stunden pro Woche aktiv waren. Zwischen Sport in der Freizeit und der Parkinson-Krankheit fanden die Wissenschaftler hingegen keinen Zusammenhang.

Für ihre Studie hatten die Forscher Gesundheitsdaten von über 43.000 Schweden über durchschnittlich 12,6 Jahre aufgezeichnet. Dabei hatten sie sich die Mühe gemacht, nicht nur eine spezielle Form von Aktivität wie Sport zu betrachten, sondern einzelne Bereiche, in denen Menschen körperlich aktiv sein können. Dies kann zum Beispiel bei der Arbeit im Haushalt und dem Weg zu Arbeit sein, bei der beruflichen Tätigkeit oder in Form von Freizeitsport, woraus sich wiederum die Gesamt-Aktivität ergibt. Die körperliche Aktivität wurde in metabolische Äquivalente (MET) umgerechnet, eine Einheit, mit der verschiedene Arten körperlicher Aktivität anhand ihres Energieverbrauchs vergleichen lassen.

HH

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Forschung

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Insulinpumpe nutzt jungen Diabetikern

Jugendliche Typ-1-Diabetiker haben bei dieser Art der Therapie weniger Komplikationen.

Omega-6-Fettsäuren schützen vor Diabetes

Bestimmte Fette könnten das Risiko für Typ-2-Diabetes senken.

124 Millionen Kinder sind fettleibig

Bereits in 5 Jahren könnte es mehr fettleibige als untergewichtige Kinder geben.

Sport hält zehn Jahre jünger

Sportler haben eine bessere Motorik und weniger Gesundheitsprobleme.

Fleisch erhöht Diabetes-Risiko

Dafür ist offenbar der hohe Gehalt an tierischem Eisen verantwortlich.

Nahrungsergänzung oft überdosiert

Viele Präparate für stillende Mütter überschreiten die Höchstmengen-Empfehlungen.

Sport schützt vor Depressionen

Schon eine Stunde Bewegung pro Woche reicht aus, wie eine neue Studie zeigt.

Kinder leiden, wenn Mama schlecht schläft

Wenn Mütter unter Schlafproblemen leiden, überträgt sich das häufig auf die Kinder.

Waldnahes Wohnen beeinflusst Gehirn

Wer nahe am Wald wohnt, zeigt gesündere Hirnstrukturen und kann besser mit Stress umgehen.

Milchersatz-Produkte haben zu wenig Jod

Das Spurenelement findet sich nur in sehr geringer Menge in Soja-, Mandelmilch und Co.

Vitamin D nicht für jeden sinnvoll

Apotheker erklären, was bei der Einnahme des "Sonnenvitamins" zu beachten ist.

American Football lieber spät beginnen

Viele Sportler, die vor dem 12. Lebensjahr damit angefangen hatten, entwickelten Verhaltensprobleme.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen