Sie sind in: Startseite Aktuelles Forschung Süßer Atem weist auf Diabetes hin

Aktuelles

Freundlich lächelnder Arzt schaut Jungen (ca. 8 Jahre) in den Mund, Junge zeigt Zunge, die mit Spatel vom Arzt heruntergehalten wird

Einen Diabetes im Anfangsstadium erkennt der Arzt auch an einem charakteristischen Geruch des Atems.
© Photographee.eu - Fotolia

Mi. 26. November 2014

Süßer Atem weist auf Diabetes hin

Ein einfacher Atemtest könnte künftig dabei helfen, die Zuckerkrankheit, Diabetes mellitus Typ 1, frühzeitig zu diagnostizieren – und zwar bevor sich die Krankheit durch schwere Symptome bemerkbar macht. Was genau der Test misst, haben britische Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Journal of Breath Research beschrieben.

Anzeige

Durch Atemtests bei 113 Kindern und Jugendlichen mit Typ-1-Diabetes konnten die Forscher aus Oxford einen bestimmten Geruch der Atemluft mit einem aus dem Ruder gelaufenen Zuckerstoffwechsel in Verbindung bringen. Riecht der Atem süßlich, deutet das darauf hin, dass sich sogenannte Ketone im Blut befinden. Diese Substanzen häufen sich an, wenn der Blutzuckerspiegel viel zu hoch ist, und werden dann zum Teil über die Lunge ausgeatmet. Grund für diesen Prozess ist der Insulinmangel bei Diabetes. Fehlt das Hormon, das normalerweise den Zuckerstoffwechsel reguliert, kann der Körper den Zucker nicht mehr zur Energiegewinnung nutzen. Stattdessen baut er Fett ab, wobei die Ketone entstehen – u.a. das Aceton. Dieser Stoff sei schon seit über 200 Jahren dafür bekannt, bei Zuckerkranken einen süßlichen Atemgeruch zu verursachen, erklärten die Forscher.

Die Erkenntnis, dass zwischen einer höheren Menge von Aceton im Atem und höheren Mengen von Ketonen im Blut ein Zusammenhang besteht, könnte zu neuen Diagnosemitteln führen, mit deren Hilfe sich eine Zuckerkrankheit bei Kindern einfacher und früher bestimmen ließe als jetzt. Dies sei wichtig, denn bei etwa einem von vier Kindern mit Typ-1-Diabetes werde die Krankheit erst bemerkt, wenn das Blut durch eine große Menge an Ketonen lebensgefährlich übersäuert, so die Forscher. Fachsprachlich wird dieser Zustand Ketoazidose genannt.

HH

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Forschung

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Pille beeinflusst Lust auf Sex

Gewisse Hormonzusammensetzungen wirken sich auf das sexuelle Verlangen aus.

Optimistische Frauen leben länger

Eine positive Einstellung macht das Leben nicht nur leichter, sondern auch länger.

Alter beeinflusst Nährstoffe im Blut

Nicht nur die Ernährung beeinflusst, wie gut wir mit Vitaminen und Nährstoffen versorgt sind.

Blutdruck-Messung beim Arzt oft verzerrt

Offenbar werden zu hohe Werte in der Arztpraxis nicht immer erkannt.

Diese 3 Sportarten verlängern das Leben

Einige Sportarten wirken sich positiver auf die Gesundheit aus als andere.

ASS: Risiken werden überschätzt

Der schützende Effekt des Wirkstoffs auf Krebs und Herzkrankheiten überwiegt.

Zu viel giftiges Blei in Modeschmuck

Verbraucherschützer haben Modeschmuck, Lebensmittel und Waschmittel unter die Lupe genommen.

Cannabis verringert die Hirndurchblutung

Forscher warnen, dass dies die Gefahr für Alzheimer erhöhen könnte.

Lebenserwartung bei Krebs ist gestiegen

Trotzdem ist Krebs nach wie vor die zweithäufigste Todesursache.

Frauen fürchten, dass die Pille dick macht

Viele verwenden stattdessen weniger sichere Methoden zur Verhütung.

Erst Depression, dann kranker Magen

Seelische und körperliche Erkrankungen treten häufig gemeinsam auf.

Warum Aspartam das Abnehmen erschwert

Der Süßstoff ist kalorienfrei, beeinflusst im Tierversuch aber den Stoffwechsel.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen