Sie sind in: Startseite Aktuelles Forschung Nie mehr Tabletten vergessen dank SMS

Aktuelles

Fittes, attraktives Paar (Frau, längere graue Haare, Mann gebräunt, graue Haare), am Tisch, Laptop links im Bild, schauen gemeinsam auf Smartphone, das Mann in der linken Hand hält

Erinnerungs-SMS können Patienten davor bewahren, bei der Einnahme von Medikamenten zu schludern.
© Tyler Olson - Fotolia

Sa. 06. Dezember 2014

Korrekte Tabletten-Einnahme mit Hilfe von Erinnerungs-SMS

Der Tag ist um und die Pillen sind – mal wieder – auf der Strecke geblieben? Eine britische Studie deutet darauf hin, dass regelmäßige Textnachrichten aufs Handy der Patienten gegen das Vergessen der Tabletten-Einnahme helfen könnten.

Anzeige

Erinnerungs-SMS könnten einen von sechs Patienten davor bewahren, bei der Einnahme von Medikamenten zu schludern, berichten die Wissenschaftler von der Queen Mary University of London online im Fachjournal PLOS ONE. Etwa ein Drittel derer, die regelmäßig Medikamente einnehmen müssten, tue dies nicht so, wie es verordnet sei, stellen der Kardiologe Professor David Wald und seine Kollegen fest. Einige vergäßen die Tabletten-Einnahme, andere hörten damit auf, weil sie sich über die positiven oder negativen Auswirkungen der Behandlung nicht im Klaren seien.

"Das Ergebnis unserer Studie zeigt, dass Erinnerungs-SMS ein einfacher und effektiver Weg sein können, die Einnahme zu verbessern", sagt Wald. So stoppten etwa 25 Prozent der Studienteilnehmer, die keine Textnachrichten erhielten, die Medikamenten-Einnahme ganz oder nahm weniger als vier Fünftel der verschriebenen Menge ein. Mit Textnachrichten waren dies nur neun Prozent der Studienteilnehmer.

Die Forscher hatten die Erinnerungsstütze per Mobiltelefon bei gut 300 Patienten getestet, die Medikamente gegen Bluthochdruck, Cholesterinsenker oder beides verschrieben bekommen hatten. Während eine Gruppe die Medikamente ohne Textnachrichten einnahm, erhielten die Teilnehmer der anderen Gruppe in regelmäßigen Abständen Erinnerungs-SMS. In den ersten zwei Wochen kamen diese Textnachrichten täglich, über weitere zwei Wochen an verschiedenen Tagen und dann über ein halbes Jahr hinweg einmal pro Woche. Studienteilnehmer, die ihre Medizin nicht einnahmen oder nicht auf die Textnachrichten antworteten, wurden angerufen und ihnen wurde Hilfe angeboten.

HH

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Forschung

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Bauchfett senkt die Lebenserwartung

Das gilt auch für Normalgewichtige, wie eine aktuelle Studie zeigt.

Mit Raumtemperatur gegen Übergewicht

Ein Wechsel zwischen Kälte und Wärme beeinflusst den Stoffwechsel positiv.

5 Tipps für Wirkstoffpflaster

Ein Apotheker erklärt die Tücken von Nikotin-, Hormon- und Schmerzpflastern.

Ab 50: Sport stärkt das Hirn

Eine Kombination aus Ausdauer- plus Krafttraining scheint günstig zu sein.

Führt Cannabis-Konsum zu Psychosen?

Forscher sind dieser gängigen Annahme auf den Grund gegangen.

Gängige Pille drückt die Stimmung

Eine der häufigsten Wirkstoffkombinationen zur Verhütung scheint die Lebensqualität zu senken.

Herzinfarktform, die eher Jüngere betrifft

Die spontane Koronardissektion tritt häufiger bei Frauen auf.

Ständig laufende Nase durch dreckige Luft

US-Forscher zeigen, welche Prozesse Feinstaub in Nase und Nebenhöhlen auslöst.

Viele Kinder schlafen im Bett der Eltern

Nicht nur Babys: Das setzt sich teilweise bis ins Teenager-Alter fort.

Migräne: Welche Rolle spielt das Gewicht?

Forscher haben analysiert, ob Unter- oder Übergewicht das Risiko erhöht.

Frische Früchte beugen Diabetes vor

Auch Diabetiker profitieren, wenn sie regelmäßig Obst essen.

Vor dem Sport essen oder nicht?

Wer abnehmen möchte, verzichtet vor dem Training besser auf eine Mahlzeit.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen