Sie sind in: Startseite Aktuelles Forschung Gewichts-Jo-Jo ist bei Frauen normal

Aktuelles

Foto von oben: Füße in weißen Socken auf sich gegenüberstehenden Waagen mit unterschiedlichen Gewichtsanzeigen

Es sind zwar nicht 40 Kilo, aber eine gewisse Schwankung beim Gewicht innerhalb eines Monats ist bei Frauen ganz normal.
© viperagp - Fotolia

Do. 18. Dezember 2014

Frauen: Gewicht schwankt innerhalb eines Monats

Die Gewichtsschwankungen können damit zu tun haben, dass in bestimmten Phasen des weiblichen Zyklus mehr gegessen wird. Dies könnte allerdings – insbesondere in den Ferienzeiten – die Entstehung von Essstörungen begünstigen, warnen US-amerikanische Wissenschaftler und raten Frauen zu Gelassenheit.

Anzeige

Im Verlauf des Menstruationszyklus verändern sich im weiblichen Körper die Mengen der Hormone Östrogen und Progesteron. Diese monatlichen Hormonschwankungen können dazu führen, dass Frauen in bestimmten Phasen des Zyklus mehr essen als in anderen, sagt Professorin Kelly Klump von der Michigan State University. Außerdem verstärke sich in manchen Phasen die Tendenz zu emotionalem Essen, bei dem das Essen über negative Gefühle wie Traurigkeit, Ärger, Frust oder Angst hinwegtrösten soll.

Wie Klump gemeinsam mit Kollegen im Fachblatt International Journal of Eating Disorders berichtet, kann das schwankende Essverhalten bei Frauen, die sich ohnehin schon sehr um ihr Gewicht und ihr Aussehen sorgen, allerdings zur Entstehung von Essstörungen wie Magersucht und Bulimie beitragen. Ein Problem, das sich gerade in Zeiten, in denen viele gegessen und getrunken wird, wie in den Weihnachtsferien und über die Feiertage, noch zuspitzen könnte, so die Forscher.

Die Crux an der Sache sei, dass es ein ganz natürlicher, durch die Evolution begründeter Prozess sei, in bestimmten Phasen des Zyklus mehr zu essen. Der weibliche Körper sei so geschaltet, damit Frauen sich auf eine Schwangerschaft vorbereiteten, erklärt Klump. Statt aber täglich das Gewicht auf der Waage zu kontrollieren und jedes Gramm, das verzehrt wird, gedanklich auf der Haben-Seite zu notieren, könnte es helfen, sich der natürlichen Zyklen, die zum Frausein dazugehören, bewusst zu werden und sich selbst und seinem Körper gegenüber nachsichtiger zu sein, raten die Wissenschaftler.

HH

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Forschung

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Virusinfektion könnte Zöliakie auslösen

Forscher finden einen Zusammenhang dieser Art der Gluten-Überempfindlichkeit mit verbreiteten Erregern.

Wechseljahre: Pflaster statt Tabletten?

Bei lokal angewendeten Hormonen treten bestimmte Nebenwirkungen seltener auf.

Neue Nervenzellen durch Arznei-Cocktail

Dadurch könnten sich künftig möglicherweise Hirnschäden reparieren lassen.

So schädlich sind Tabakerhitzer

Für die Lunge sind Tabakerhitzer genauso gefährlich wie herkömmliche Zigaretten.

Stent und OP schützen vor Schlaganfall

Forscher haben untersucht, welche Methode bessere Erfolge zeigt.

Kann ein Magenbypass Diabetes stoppen?

Bei vielen Patienten geht die Zuckerkrankheit nach der Operation zurück.

Selbstmitgefühl tut gut

Wer sich selbst mit positiven Gedanken begegnet, ist entspannter und glücklicher.

Psoriasis-Medikament schützt die Gefäße

Sogenannte Biologika senken auch das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Fettleibigkeit lässt Krebs-Fälle steigen

Das betrifft auch immer mehr junge Erwachsene, warnen Mediziner.

Ausdauertraining schärft den Verstand

Das gilt auch für junge Menschen, wie eine aktuelle Studie zeigt.

Wer Sport treibt, isst gesünder

Forscher haben einen interessanten Zusammenhang gefunden.

Schlafmangel macht schmerzempfindlich

Wer nicht ausreichend schläft, empfindet Schmerzen sehr viel stärker.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen