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Ein älteres Paar balanciert am Strand.

Ein guter Gleichgewichtssinn zeigt, dass das Gehirn fit ist.
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Fr. 19. Dezember 2014

Balancieren zeigt, wie gesund das Gehirn ist

Wie lange jemand in der Lage ist, auf einem Bein das Gleichgewicht zu halten, kann einen Hinweis darauf geben, wie es um die Gesundheit des Gehirns bestellt ist. Die Erkenntnisse japanischer Forscher könnten in einem einfachen Balancier-Test münden.

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Bei Personen, die Schwierigkeiten damit hatten, mindestens 20 Sekunden auf einem Bein zu balancieren, fanden sich häufiger Schäden an kleinen Blutgefäßen im Gehirn. Diese können durch eine Erkrankung der kleinen Blutgefäße entstehen, in deren Verlauf es zu einer Versteifung, Verengung oder Verstopfung von kleinen bis kleinsten arteriellen Gefäßen kommen kann. Als Folge können kleine Infarkte oder Mikroblutungen auftreten, die symptomlos verlaufen, zum Beispiel sogenannte lakunäre Infarkte. In der Gruppe von Personen, bei denen mehr als zwei lakunäre Infarkte nachweisbar waren, hatten gut ein Drittel Schwierigkeiten mit dem Gleichgewicht. Bei einem lakunären Infarkt waren es 16 Prozent. Eine ähnliche Verteilung zeigte sich für Mikroblutungen. Außerdem waren die geistigen Fähigkeiten bei Studienteilnehmern, denen es schwerer fiel, auf einem Bein zu stehen, häufiger schlechter. Das berichten die Forscher um Yasuharu Tabara von der Kyoto Universität in der Fachzeitschrift Stroke.

Das Fazit der Forscher: Mit einem einfachen Gleichgewichtstest könnte man frühzeitig feststellen, wer ein erhöhtes Risiko für einen Schlaganfall oder geistigen Abbau habe. Personen, denen das Balancieren schwer falle, müssten danach aufmerksamer beobachtet werden. Die Wissenschaftler hatten bei mehr als 1.300 älteren Studienteilnehmern Gehirnscans durchgeführt und getestet, wie gut diese maximal eine Minute lang auf einem Bein balancieren konnten.

HH

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