Sie sind in: Startseite Aktuelles Forschung Die Psychologie des Schenkens

Aktuelles

Attraktives Paar um die 30, auf Couch sitzend, Mann hat Arm um Frau gelegt. Winterfreizeitkleidung, Frau bekommt Weihnachtspäckchen von Mann geschenkt, im Hintergrund Weihnachtsbaum

Um ein passendes Geschenk zu finden, sollte man versuchen sich vorzustellen, was die Beschenkte mögen könnte, nicht wie sie ist, raten Psychologen.
© gstockstudio - Fotolia

Di. 23. Dezember 2014

Die Psychologie des Schenkens und Beschenktwerdens

Ob lange vorher besorgt oder erst auf den letzten Drücker erstanden, ob in Form von Geld oder Gutscheinen: Was wäre Weihnachten ohne Geschenke? Verschiedene Wissenschaftler analysierten jetzt, welche psychologischen Aspekte hinter Geschenken stecken können.

Anzeige

  • Viele Adressaten werden von Schenkenden als wählerisch eingestuft. Doch ist es für die Beschenkten nicht unbedingt von Vorteil, als wählerisch zu gelten. Wie der Betriebswirt und Marketing-Experte Evan Polman mit Kollegen bestätigen konnte, sind Schenkende unter dieser Voraussetzung bei der Geschenksuche weniger motiviert und versuchen eher den Aufwand gering zu halten. Gilt der zu Beschenkende als heikel, greifen Schenkende daher eher zu Geschenkgutscheinen oder verzichteten sogar ganz auf ein Geschenk.
  • Geschenkgutscheine sind praktisch, wenn man sich nicht auf etwas festlegen will, aber auch kein Geld schenken möchte. Und in der Tat kaufen sich Beschenkte mit einem Geschenkgutscheine eher etwas Besonderes, das sie sonst nicht kaufen würden. "Obwohl Geschenkgutscheine auch zum Kauf von ganz alltäglichen Dingen genutzt werden könnten, wie Schulbüchern oder Küchenpapier, würde sich das falsch anfühlen", sagt die Psychologin Chelsea Helion.
  • Ein gemeinsames Essen, ein Theaterbesuch, eine Konzertkarte – wer anderen ein schönes Erlebnis schenkt, kann damit das Zusammengehörigkeitsgefühl stärken. Wie die zwei Konsumenten-Forscherinnen Cindy Chan und Cassie Mogilner in Experimenten zeigen konnten, wirken sich Erlebnis-Geschenke stärker auf die Bindung einer Beziehung aus als materielle Geschenke, egal ob der Schenkende beim Einlösen des Geschenks anwesend ist oder nicht. Grund dafür seien vermutlich die positiven Gefühle, die beim Geschenkeinlösen entstehen.
  • Für alle, die noch ein Geschenk suchen: Um ein passendes zu finden, sollte man versuchen sich vorzustellen, was die Person mögen könnte, nicht wie sie ist, sagen die Psychologin Mary Steffel und Kollegen. Viele Schenkende tendierten dazu, sich auf die beständigen Eigenschaften einer Person zu konzentrieren und nicht auf ihre vielfältigen und oft variierenden Wünsche und Bedürfnisse.

HH

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Forschung

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Neuer Wirkstoff senkt hohes Cholesterin

Bempedosäure könnte Patienten helfen, die keine Statine vertragen.

Psychische Probleme bei Jüngeren steigen

Experten führen das auf die vermehrte Nutzung von digitalen Medien zurück.

Zu viel Hygiene fördert Resistenzen

In sehr sterilen Umgebungen bilden sich resistente Keime eher.

Schwanger: Jede Zigarette ist riskant

Während und kurz vor der Schwangerschaft zu rauchen, erhöht das Risiko für einen plötzlichen Kindstod.

Schönheitsoperationen werden beliebter

Vor allem Brustvergrößerungen und Fettabsaugungen werden immer häufiger durchgeführt.

Neue Therapie bei Darmentzündungen?

Die Behandlung könnte vor allem Personen mit schweren Symptomen helfen.

Tripper: Wenn Antibiotika versagen

In Europa werden häufiger Erreger gefunden, gegen die gängige Antibiotika nicht mehr helfen.

Mehr Snacks wegen Social Media?

Instagram & Co wirken sich offenbar auf das Essverhalten von Teenagern aus.

HIV: Patient nach Behandlung virenfrei

Ärzte hatten zuvor eine Stammzellentransplantation durchgeführt.

Schlaganfall: Höheres Gewicht hat Vorteile

Wer mehr Kilos auf die Waage bringt, überlebt einem Schlaganfall offenbar eher.

Obst und Gemüse tun der Psyche gut

Je mehr davon täglich auf dem Speiseplan steht, desto wohler fühlen wir uns.

Das Herz erkrankt selten an Krebs

Andere Organe sind deutlich anfälliger. Warum das so ist, erklärt ein Experte.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen